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VD16-Nummern zu den bei Herbert Jaumann „Handbuch Gelehrtenkultur“ vermerkten Drucken des 16. Jahrhunderts

Oktober 15, 2020

Nach dem Register der VD16-Nummern im Verfasserlexikon „Deutscher Humanismus“ liegt jetzt auch das entsprechende Verzeichnis zu Jaumanns „Handbuch Gelehrtenkultur der Frühen Neuzeit“ von 2004 vor.

https://cinquecentine.de/index.php?title=Jaumann,_Handbuch_Gelehrtenkultur_2004

Für diejenigen, die bisher noch keinen meiner früheren Blogbeiträge gelesen haben und auch nicht die Datenbank „Cinquecentine.de“ kennen, eine kurze Erklärung, zu dem Endzweck dieser Verzeichnisse (bisher 31 Dateien):

Wenn man von vielen Nachschlagewerken, in denen es um Drucke des 16. Jahrhunderts geht, Verzeichnisse anlegt, die nach VD16-Nummern geordnet sind, und diese Verzeichnisse am Ende zusammenführt, dann entsteht eine Art nach VD16-Nummern geordneter Nachschlagewerke-Verbund, in dem man (im Idealfall) zu jedem Druck des 16. Jahrhunderts aus dem deutschen Sprachbereich zusätzliche Informationen bekommt, die im VD16 nicht enthalten sind. Besonders ergiebig kann dies vor allem in Bezug auf Drucke von Autoren sein, die wenig erforscht sind.

Die beiden zuletzt ausgewerteten Werke, das Verfasserlexikon Deutscher Humanismus und Jaumanns Handbuch, ergänzen sich gut. Natürlich nicht in Bezug auf die deutschen Humanisten (und Gegner der Humanisten) von 1480 bis etwa 1520, denn Worstbrocks Verfasserlexikon beschränkt sich auf eben diese Zeit und wurde zudem von einer großen Anzahl von Fachgelehrten zusammengestellt, während Jaumann ganz allein einen viel größeren Zeitraum bearbeitet hat, der bis ins 18. Jahrhundert hineinreicht. Aber Jaumann präsentiert in seinen meist sehr kurzen biographischen Artikeln eine große Anzahl von italienischen, französischen und englischen Gelehrten, deren Werke im 16. Jahrhundert auch in Deutschland gedruckt wurden, vor allem in Basel und in Köln, und die im Humanismus-Verfasserlexikon, wenn überhaupt, nur en passant erwähnt werden.

Leider hat Jaumann das VD16 überhaupt nicht benutzt, im Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur taucht es nicht auf. Das bedeutete für das erstellte Verzeichnis, dass jede einzelne der etwa 2300 Nummern im VD16 herausgesucht werden musste. Zum Glück ist die Mehrzahl der Literaturangaben präzise genug, um den größten Teil der von Jaumann angeführten Titel identifizieren zu können. Es ist bei der großen Anzahl von Nachweisen erstaunlich, wie wenige eindeutige Fehler unterlaufen sind (soweit sie mir aufgefallen sind, natürlich), wenn man sich vor Augen hält, dass die Quellenhinweise aus dem 16. Jahrhundert vermutlich weniger als die Hälfte des gesamten angezeigten historischen Schrifttums darstellen.

Ein Artikel zu Otmar Nachtgal fehlt, es gibt nur einen Verweis auf „Luscinius“, dort aber keinen Artikel.

Sehr wahrscheinlich nicht Jaumann, sondern wohl eher einem Korrekturleser des Verlags sind solche Fehler zuzuschreiben wie ein angeblich 1433 in Mailand gedrucktes Buch, und ein weiteres von 1449 von Lorenzo Valla (S. 673) und ein Druck aus Hannover (anstatt Hanau) von 1593 (S. 103 im Artikel zu Bilstein). Weitere Fehler, die aus dem Vergleich mit dem VD16 ersichtlich sind, sind in der Liste vermerkt.

Wenn das VD16 eine bei Jaumann verzeichnete Ausgabe nicht enthält, wird, wenn möglich, in der erstellten Liste eine spätere (manchmal auch eine frühere) Ausgabe im VD16 herangezogen. Das gilt besonders bei Inkunabelangaben bei Jaumann und bei nicht-deutschen Druckorten. Insofern bietet das Verzeichnis mehr, als bei Jaumann eigentlich vorgegeben ist. Ein solches Vorgehen ist möglich, weil Jaumann in seinen kurzen Artikeln hauptsächlich biographische Informationen bietet und sich nur selten zu bestimmten Ausgaben äußert.

Spätere Ausgaben aus dem VD16 nur aufgrund des gleichartigen Titels anzugeben, ohne den Inhalt der betreffenden Bücher zu kennen, ist nur bei den alphabetischen VD16-Nummern aus dem gedruckten Grundwerk ohne Risiko (weil im gedruckten VD16 die verschiedenen Ausgaben eines Titels in chronologischer Reihenfolge zusammenstehen), oder wenn das VD16 bei ZV-Signaturen Einheitssachtitel bietet. In den anderen Fällen sind Fehler nicht immer ganz auszuschließen, das sei nebenbei angemerkt.

Die Liste enthält etwas mehr als 2000 Titel, die bei Jaumann nachgewiesen sind. Die Zahl der VD16-Nummern liegt etwas höher, weil in den Fällen, in denen im selben Jahr mehrere verschiedene Ausgaben desselben Titels herausgekommen sind, alle das Jahr betreffenden VD16-Nummern aufgezählt werden.

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