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Zum Stand des VD16 und des „Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts“ (Dezember 2016)

Januar 13, 2017

Zum VD16:
Jetziger Stand der Meldungen: ZV 31269
Zuwachs gegenüber 2015: + 437
XL-Signaturen: nur vier neue Meldungen (XL 175).

Neue beitragende Bibliotheken:

Dessau-Roßlau, Anhaltische Landesbibliothek (1290 Meldungen), hat die Sigle „vd292“ von Ottobeuren Alte Bibliothek übernommen, die in der Tat schon seit langem eine Sigle hatte (vd245) und letztes Jahr fälschlich eine zweite bekommen hat.

Eine doppelte Siglenvergabe liegt übrigens auch bei den Bibliotheken Cambridge/Mass., Houghton Library (vd271 und vd285) und Zürich ETH (vd231 und vd275) vor, aber in diesen Fällen scheint das noch niemandem der dafür Zuständigen aufgefallen zu sein.

Freiburg Erzbischöfliches Ordinariat (vd295), 1 Meldung
Philadelphia, University of Pennsylvania (vd296), 1 Meldung
Eutin Landesbibliothek (vd297), 1 Meldung
Besançon Bibliothéque Municipale (vd298), 1 Meldung
Trier Bistumsarchiv (vd299), 67 Meldungen

Die meisten Meldungen im Jahr 2016 stammen aus Dessau-Roßlau: 1290 Meldungen, davon aber nur 2 neue.
Dresden SLUB hat seine Meldungen ans VD16 nach vier Jahren Pause wieder aufgenommen: 1100, davon 32 neue.
Berlin Staatsbibliothek hat im Jahr 2016 454 Meldungen, davon 55 neue.

Auch die Zwickauer Ratsschulbibliothek scheint nach drei Jahren Pause ihre Meldungen wiederaufgenommen zu haben: 382, davon 38 neue.

Frankfurt/Main UB: 393 Meldungen, keine neuen.

Paderborn Erzbischöfliche Akademische Bibliothek: 258 Meldungen, davon 5 neue.

München BSB, München UB und Erfurt UB Depositum Stadtbibliothek um die 100 Meldungen, alle anderen haben weniger als 100.

Insgesamt bedeutet das einen weiteren Rückgang der gemeldeten Titel gegenüber dem Vorjahr.

Tatsächlich dürften die Zahlen allerdings ein bisschen höher liegen, denn einige Bibliotheken sind jetzt dazu übergegangen, nur noch ihre Digitalisate in schon existierende VD16-Datensätze einzufügen, ohne die Signaturen in der Besitzstandsdatei des VD16 zu registrieren. Das ist mir z.B. bei der UB Kiel und der ÖNB Wien aufgefallen. Dadurch wird die Statistik etwas verfälscht.

Zum USTC

Eigentlich müsste ich an dieser Stelle auch regelmäßige Bemerkungen über das Fortschreiten der Arbeiten am Universal Short Title Catalogue an der St. Andrews University in Schottland machen, aber leider habe ich das in den letzten Jahren nicht verfolgt, und deshalb kann ich nicht genau sagen, was im vergangenen Jahr neu hinzugefügt worden ist. (Die sollten dort mal ein richtiges Blog einrichten, also mehr als nur ihre magere „News“-Seite. Immerhin stehen da 14 Namen in der Staff-Liste).

Ich habe den Eindruck, dass im USTC jetzt die aus dem VD16 übernommenen Daten mit Standortangaben, die aus anderen Quellen stammen, ergänzt werden, z. B. mit Signaturen von Drucken aus der British Library in London, aus Oxford UL, aus Cambridge UL und den College-Bibliotheken sowie aus der Russischen Staatsbibliothek in Moskau, vereinzelt auch aus amerikanischen und französischen Bibliotheken. Wenn es im VD16 keine Standortangaben gibt, kann es sich also manchmal lohnen, im USTC nachzusehen.

Darüber hinaus scheint mir, dass etwa 2300 deutsche Drucke betreffende Nummern, nämlich von USTC Nr. 708590 bis 710895, neu eingegeben worden sind und nicht aus dem VD16 stammen (z. T. aus der Straßburger Bibliographie von Muller). Am Schluss dieser Gruppe stehen niederdeutsche Drucke aus der Bibliographie von Borchling/Claussen, aber ohne (oder mit obsoleten) Standortangaben.

Die Drucke von USTC Nr. 240000 bis ca. 243500 stammen aus Polen, können also, was die Druckorte Breslau, Stettin, Danzig, Königsberg und Neisse angeht, auch für die Suche nach deutschen Drucken interessant sein, aber leider sind dort alle Angaben ohne Quellennachweise. Man müsste einmal nachprüfen, ob die Daten aus der polnischen Bibliographie von Estreicher stammen, dann hätte man daraus zumindest die alten Vorkriegs-Quellenangaben.

Ein Nachteil des USTC ist jedenfalls kaum zu beheben: Die Titelaufnahmen sind in vielen Fällen so verkürzt oder ungenau, dass man daran unmöglich entscheiden kann, ob ein bestimmtes Exemplar der einen oder der anderen Ausgabe zuzurechnen ist. Sehr misslich ist auch, dass nicht erkennbar ist, ob eine Datierung oder Zuordnung zu einem Drucker aus der Quelle hervorgeht oder nur vermutet wird. Außerdem wurde das VD16 bisher nur bis zur Nummer ZV 27486 ausgewertet (das wäre etwa der Stand von 2010), es fehlen also die letzten 3800 Eingaben.

Zum Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts
Im Wiki sind 2016 keine weiteren Artikel erschienen, dafür aber einige zusätzliche Konkordanzen. Neu sind die Konkordanzen zu Fritz Brüning, Bibliographie der alchemistischen Literatur (mit ca. 500 VD16-Nummern); die Konkordanzen zu den Leichenpredigtkatalogen aus Darmstadt LB (ca. 100 VD16-Nummern) und aus Gießen UB (ca. 180 VD16-Nummern), sowie die Konkordanz zu der neuen Melanchthon-Bibliographie von Helmut Claus, mit über 3000 VD16-Nummern.

Die ehemalige Liste der VD16-Nummern, die nur einen Hinweis auf die Bibliographie der Bibliotheca Palatina von Stevenson in der Vatikan-Bibliothek enthalten, ist 2016 erweitert worden zu einer Liste der VD16-Nummern ohne Standortangaben, denen ich aber einen Exemplarnachweis habe zuordnen können. Diese Bibliotheksangaben und Signaturen stammen in vielen Fällen aus dem USTC. Bisher enthält die Liste ca. 1100 VD16-Nummern.

Die Liste der Drucke, die im VD16 fehlen, enthält jetzt knappe 1700 Titel.

Die Zugriffszahlen auf die meistbenutzten Seiten im Wiki kann man jetzt in der neuen Rubrik „Statistik“ im „Archiv“ ansehen. Mir ist klar, dass diese nackten Zahlen keine Unterscheidungen von zufälligen Besuchern oder Robotern von Suchmaschinen zulassen. Wie auch immer, die Benutzerzahlen sind jedenfalls gegenüber dem Vorjahr stark ansteigend.

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