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Das VD16 braucht Benutzungshinweise (Fragen und Antworten), Teil 1

Für die online-Datenbank des VD16 benötigt man eine Gebrauchsanweisung. Denn bei der Umwandlung der gedruckten Bibliographie in eine online-Datenbank sind ungewöhnliche Veränderungen im Aufbau des Werkes vorgenommen worden, die nicht nur für Erstbenutzer eigentlich eine besondere Anleitung erforderlich machen. Die gibt es aber nicht. Die wenigen Hinweise, die man unter „Hilfe“ findet, beziehen sich gar nicht speziell auf das VD16, sondern auf das gesamte Web-Portal „Gateway-Bayern“, in dem das VD16 angesiedelt ist.

Das gedruckte Grundwerk des VD16 hat zwar eine ausführliche Einleitung mit Erläuterungen, sogar mit einer englischen und einer französischen Übersetzung, aber die ist online nicht einsehbar und hilft bei den spezifischen Problemen der online-Datenbank auch nicht weiter.

Eine solche Gebrauchsanweisung müsste allerdings von jemandem geschrieben werden, der sich wirklich genau in allen Einzelheiten auskennt. Ich möchte hier nur einige Antworten auf Fragen geben, die mir einfallen, wenn ich versuche, die Datenbank mit den Augen eines Nutzers zu sehen, der zum ersten Mal im VD16 nach Informationen sucht.

Frage:

Wozu braucht man das Suchfeld „Dokumenttyp“?

Antwort: Wenn man in dem Suchfeld die Option „Online-Zugriff“ auswählt, erhält man alle Titel, von denen dem VD16 ein Digitalisat bekannt ist (das sind aber, wie man weiß, nicht alle, die tatsächlich existieren). Mit den sonst noch möglichen Eingaben „Aufsatz, Hochschulschrift, Zeitschrift, Zeitung“ erhält man dagegen nur Fehlermeldungen. Mit „Monographie“ wiederum bekommt man einfach alle Titel, und somit dasselbe, als wenn man in dieses Feld gar nichts eingetragen hätte. Dieselbe Auswahl zwischen „Monographie“ (also „alles“, ohne Auswahl) und „Online-Zugriff“ findet sich im nächsten Schritt am linken Rand noch einmal.

Das Suchfeld „Dokumenttyp“ hat im Web-Portal „Gateway-Bayern“ verschiedene Filtermöglichkeiten, speziell für das VD16 aber nur eine.

Frage:

Wozu dient das Suchfeld „Bestand“ im Dropdown-Menü?

Antwort: Mit dem Suchfeld „Bestand“ findet man alle Druckausgaben, die von einer bestimmten Bibliothek an das VD16 gemeldet worden sind. Wenn man zum Beispiel wissen möchte, welche Melanchthon-Drucke von der UB Erlangen an das VD16 gemeldet wurden, gibt man unter Autor „Melanchthon“ ein und im Feld „Bestand“ die Sigle der Universitätsbibliothek Erlangen.

Die Siglen der Bibliotheken kann man der „Liste der VD16-Bibliotheken“ auf der Eingangsseite entnehmen, und zwar ist das jeweils die Sigle in der dritten Spalte unter „OWN“. Links in der ersten Spalte finden sich die entsprechenden Abkürzungen aus dem gedruckten Grundwerk, ganz rechts die Auflösung der Sigle. Beispiel: Die Sigle für die Staatsbibliothek Berlin ist „vd013“.

Seltsamerweise haben die staatlichen Bibliotheken des Freistaats Bayern andere Siglen als die nicht-bayerischen Bibliotheken. Letztere wurden bis zur Nummer „vd234“ in alphabetischer Reihenfolge der Städtenamen vergeben (von Aachen bis Zwickau), danach in der Reihenfolge der jeweils ersten Titel-Meldung der Bibliothek. Die Sigle der Staatsbibliothek München dagegen ist z. B. „BSB01“.

In einigen Fällen waren aber wohl nur Meldungen versprochen worden, die aber nie eingetroffen sind, denn es gibt in der Liste einige Bibliotheken, die kein einziges Exemplar an das VD16 gemeldet haben (vd235, vd237, vd238, vd246, vd257). Solche Fälle gab es aber auch schon zu Zeiten des gedruckten Grundwerks (vgl. vd020, vd111, vd164).

Man kann auf diese Weise interessante Recherchen anstellen. Der Spitzenreiter der gemeldeten Ausgaben ist immer noch Wolfenbüttel (mit 43.000 Ausgaben), obwohl dort eigentlich die Bibliothek Alvensleben herausgerechnet werden müsste, die nach Halle umgezogen ist (bzw. nach Schloss Hundisburg). Dann stünde jetzt wohl München BSB an erster Stelle (mit fast 42.000 Ausgaben). Mit einigem Abstand kommt danach Berlin.

Einige große deutsche Bibliotheken, wie Stuttgart WLB, Erlangen UB und Augsburg SuStB haben aber erst einen Bruchteil ihrer Drucke des 16. Jahrhunderts gemeldet. Man muss sich vor Augen halten, dass Stuttgart WLB die zweitgrößten Bestände an Inkunabeln in Deutschland besitzt, also vermutlich auch eine Zahl von Cinquecentinen im Mengenbereich von Wolfenbüttel und München erreicht.

Und wenn man alle etwa 300 am VD16 teilnehmenden Bibliotheken und Archive durchgeht, stellt man fest, dass mehr als 90 von diesen nur ein oder zwei Exemplare gemeldet haben. Die Houghton Library der Universität Cambridge in Massachusetts gehört nicht dazu, da sie versehentlich zwei verschiedene Siglen bekommen hat (vd271 mit 2 Exemplaren und vd285 mit einem Exemplar) und somit zusammen auf drei gemeldete Exemplare kommt.

Frage:

Was ist ein Beiträger? Was ist der Unterschied zu einer „weiteren Person“?

Antwort: In Drucken des 16. (und 17.) Jahrhunderts gibt es sehr oft Beigaben wie Widmungsgedichte oder Vorworte, deren Autoren im VD16 als „Beiträger“ gesondert erfasst werden. Dazu werden z. B. auch Sprüche auf dem Titelblatt gerechnet, deren Urheber (z.B. Luther, Melanchthon, Erasmus, antike Autoren u.v.a.) zur Zeit des Druckes schon gestorben waren.
Da aber durch die Berücksichtigung solcher Kurzbeiträge die Trefferzahl bei der Suche nach Verfassernamen unter Umständen extrem aufgeschwemmt werden kann, gibt es die Möglichkeit, bei der Anzeige aller Treffer am linken Rand diejenigen Titel herauszufiltern, in denen die gesuchte Person nicht nur „Beiträger“, sondern eigenständiger Verfasser ist.

Wenn dagegen in einem Werk eines bestimmten Verfassers noch ein zweites oder noch mehr Werke von anderen Verfassern mit abgedruckt sind, dann erscheinen diese Namen in den Kopfzeilen unter „weitere Personen“. Die Titel der mitabgedruckten Werke werden dann weiter unten in der Titelaufnahme aufgelistet. Zu den „weiteren Personen“ werden z.B. auch Übersetzer gerechnet oder – wenn Illustrationen vorhanden sind – manchmal auch die Holzschnittkünstler, soweit sie bekannt sind. Diese „weiteren Personen“ haben dann hinter dem Namen den Zusatz „[Bearbeiter]“.

Im gedruckten Grundwerk gab es dazu noch die Personengruppe der „Mitverfasser“, für die Fälle, bei denen ein einzelnes Werk mehrere Verfasser hat. Diese Kategorie existiert in der online-Version des VD16 nicht mehr. Verschiedenen Autoren desselben Werks werden jetzt einfach unter „Verfasser“ aufgelistet, so zum Beispiel bei Universitätsdisputationen, bei denen immer der Präses an erster Stelle genannt wird und danach der Respondent (oder die Respondenten).

Frage:

Warum haben die VD16-Nummern manchmal Buchstaben, die gar nicht dem Autornamen entsprechen? (z.B. Baptista Mantuanus unter „S“, oder Johannes Gigas unter „H“)

Antwort: 1.) In einigen Fällen werden bestimmte Drucke unter dem Namen von Körperschaften geführt, so z.B. die Erlasse von Päpsten unter „K“ (Katholische Kirche) oder von Kaisern unter „D“ (Deutschland).

2.) In den meisten anderen Fällen handelt es sich aber um die Auswirkung einer Änderung, die mit der Eröffnung der online-Datenbank eingeführt wurde. Im gedruckten Grundwerk wurden die latinisierten oder gräzisierten Namen auf den deutschen Namen zurückgeführt, bei ausländischen Autoren wurde die Namensform des Herkunftslandes benutzt.
Von Johannes Gigas zum Beispiel gibt es einige Werke, in denen er sich Johannes Heune nennt. Deshalb wurde im Grundwerk diese Namensform verwendet. Baptista Mantuanus wird in italienischen Bibliographien gewöhnlich unter Giovanni Battista Spagnuoli geführt. Deshalb befand er sich unter dem Buchstaben „S“.

Mit der Transformation des Grundwerks in eine online-Datenbank wurde diese Regelung jedoch abgeschafft. Automatisiert konnte die dazu notwendige Änderung aber nur in den Kopfzeilen durchgeführt werden. Deshalb gibt es jetzt im VD16 viele Titelaufnahmen, in denen in den Kopfzeilen ein Beiträger mit dem allgemein üblichen latinisierten Namen auftaucht, in der Titelaufnahme weiter unten (unter „Weitere Informationen“) jedoch weiterhin wie im gedruckten Grundwerk mit der deutschen Namensform. Wer nicht weiß, dass es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt, kann dadurch leicht in die Irre geführt werden. (Beipiel Beiträger Johannes Gigas)

Es gibt bei den verschiedenen Namensformen viele Einzelfälle, die man auch alle gesondert beurteilen müsste. Warum zum Beispiel der flämische Humanist Petrus Aegidius in Pierre Gillis umbenannt werden musste, ist mir nicht klar. Der Franzose Pierre d’Ailly dagegen ist Petrus de Alliaco geblieben. Das sind aber letztlich in der online-Datenbank nur noch Nebensächlichkeiten, da man auch bei Eingabe der anderen Namensform zu den entsprechenden Datensätzen hingeführt wird.

Frage:

Was ist ein Einheitssachtitel (EST)? Und warum fehlt der EST bei vielen Titeln?

Antwort: Einheitssachtitel braucht man dann, wenn kein Verfasser bekannt ist und wenn dasselbe Werk im Laufe der Jahre unter verschiedenen Titelformulierungen publiziert worden ist. Im gedruckten Grundwerk wurden solche Titel in chronologischer Reihenfolge zusammengeführt und dem Einheitssachtitel folgend ins Alphabet eingeordnet. Für die Ausgaben mit vom EST abweichendem Titeln gab es an der Stelle im Alphabet, an der sie eingeordnet hätten werden müssen, wenn von dem Werk nur eine Ausgabe existieren würde, einen Verweis auf den EST.

Problematisch war es nur, wenn sich erst nachträglich herausstellte, dass es sich bei zwei verschiedenen Titeln um dasselbe Werk handelte, wie z.B. bei „Ich will ein Weib nehmen“ (I 19 bis I 21) und „Ordnung eines vernünftigen Haushalters“ (O 886, O 887 und O 888). Der letztere Text müsste den EST des ersteren übernehmen. In der online-Datenbank wäre so etwas nachträglich leicht zu machen.

Die Einheitssachtitel sind in der online-Version des VD16 ganz besonders wichtig, denn hier kann man, anders als im gedruckten Buch, die verschiedenen Titelversionen nicht an einer Stelle zusammenführen, und es ist dann ohne EST für den Benutzer mühsam herauszufinden, wie viele Ausgaben eines bestimmten Textes es eigentlich gibt. Auch Unikate mit fehlendem Titelblatt können mit einem EST leichter zugeordnet werden.

Aber leider liegt eben darin ein besonderes Manko des VD16, weil die verschiedenen beitragenden Bibliotheken eigenständig Einheitssachtitel vergeben, oft ohne vorher genau zu prüfen, ob nicht schon andere Versionen desselben Textes im VD16 existieren. Häufig wird aber die Hinzufügung eines EST auch einfach vergessen.
Die oben genannten Nummern O 886, O 887 und O 888 haben daher immer noch keinen EST.

Nachgebessert wurde dagegen die VD16-Nummer B 6400 („Der bösen Weiber Zuchtschul“). Als bemerkt wurde, dass dieser Text ganz gleich war wie der von S 3427, S 3428 und S 3429 mit dem Titel „Ein schöner Dialogus … [etc.]“, bekamen alle „Bösen Weiber Zuchtschul“-Titel den Einheitssachtitel „Ein schöner Dialogus oder Gespräch von zwei Schwestern“ (außer ZV 13990, da hat man ihn vergessen).

Leider wurde dann nicht daran gedacht, den EST „Ein schöner Dialogus … [etc.]“ auch in den Nummern S 3427, S 3428 und S 3429, von denen der EST abstammt, einzutragen. Wenn man diesen EST im Suchfeld „Titel“ jetzt aufruft, werden die letzteren drei Ausgaben nicht angezeigt, weil ihre Titel gegenüber dem EST leichte orthographische Varianten aufweisen, so dass bei der Suche nur Titel erscheinen, die eigentlich mit „B“ wie „Böse“ beginnen anstatt mit „s“ wie „schön“.

Das systematische Nachtragen der Einheitssachtitel und die wirkliche Vereinheitlichung aller verschiedenen Titel, die im Laufe der Jahre vergeben wurden, ist eine Riesenarbeit, die noch darauf harrt, in Angriff genommen zu werden.

wird fortgesetzt

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Neu in Cinquecentine.de: Konkordanz zum Repertorium deutschsprachiger Rhetorikdrucke 2018 von Knape und Liedflugschriften aus dem Quellenverzeichnis von Eberhard Nehlsen

Die Konkordanz zu den Drucken des 16. Jahrhunderts aus Knapes Repertorium umfasst 145 VD16-Nummern. Sie enthält auch Verweise zu der online-Datenbank Deutsche Rechtsquellen (DRQEdit), zum Handbuch zur Kinder-und Jugendliteratur und zum Verfasserlexikon des Mittelalters. Verweise auf die DRQEdit fehlen bei Knape.

Das Repertorium ist der dritte Band des Gesamtwerkes, in dem im Jahr 2017 ein Autorenlexikon zu den Rhetorikdrucken von 1450 bis 1700 und ein umfassendes Werkeverzeichnis mit über 1600 Titeln erschienen sind.

Der dritte Band, das Repertorium, bietet zu der begrenzten Auswahl der deutschsprachigen Rhetorikdrucke genaue Titelwiedergaben, eine typologische Zuordnung der Texte und die originalen Kapitelüberschriften, zudem Verweise auf die Sekundärliteratur. Leider sind die den Erstausgaben folgenden weiteren Auflagen nicht systematisch zusammengetragen worden. Die Nummern des Repertoriums sind dieselben wie die des Werkeverzeichnisses von 2017, das darüber hinaus auch lateinische und im Ausland gedruckte Titel umfasst.

Weitere Neuigkeiten in Cinquecentine.de:

Neben der Konkordanz zum Repertorium der deutschsprachigen Rhetorikdrucke wurde die Konkordanz zur Melanchthon-Bibliographie von Helmut Claus mit Verweisen auf das erwähnte Werkeverzeichnis der Rhetorikdrucke versehen, allerdings nur bezüglich der Erstausgaben. Die Verweise auf nachfolgende Auflagen, soweit sie im Werkeverzeichnis aufgeführt sind, werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgetragen.

Außerdem:

In der Liste der noch nicht erfassten Drucke des 16. Jahrhunderts erscheinen jetzt Liedflugschriften, die ich dem in Arbeit befindlichen Quellenverzeichnis von Eberhard Nehlsen entnommen habe. Er hat mir freundlicherweise eine Arbeitskopie davon zukommen lassen, die deutsche Lieder bis 1700 enthält und schon jetzt über 9700 Nummern umfasst (Liedflugschriften des 15. bis 18. Jahrhunderts. Quellenverzeichnis. Fassung vom 30. November 2018).

Die Nummern beziehen sich auf die Exemplare, nicht auf die Ausgaben. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Liederdrucke existieren, die noch nicht im VD16 erfasst sind. Ich bin bei der Durchsicht noch nicht bis zur Hälfte der Arbeitskopie gelangt und habe schon über 600 entsprechende Titel gesammelt. Ich werde Monate brauchen, um das alles die Liste einzustellen.

Besonders die Liederkonvolute der Bibliotheca Palatina in der Vatikanbibliothek, die Nehlsen systematisch durchforscht hat, enthalten zum Teil jeweils Dutzende von Unikaten. Eigentlich sind die Titeldaten dieser Schriften alle über die normalen deutschen Verbundkataloge zugänglich, weil die Mikrofiche-Ausgabe der Bibliotheca Palatina mit über 12.000 Titeln (davon über 10.000 Cinquecentinen) in vielen großen Bibliotheken vorhanden ist und die einzelnen Titel allesamt in den betreffenden Bibliothekskatalogen verzeichnet sind.

Aber da man bei den kurzen Titelaufnahmen des Katalogs der Bibliotheca Palatina die einzelnen Ausgaben nur schlecht voneinander unterscheiden kann, ist nur ein Bruchteil davon ins VD16 aufgenommen worden. Als die Mikrofiche-Edition dann Ende der 80er Jahre herauskam, hatte das VD16 schon andere Prioritäten, es mussten vordringlich die Bestände in München und in Wolfenbüttel bearbeitet werden. Und es ist auch nicht damit zu rechnen, dass diese Arbeit, also die Eingabe aller Titel ins VD16, in den nächsten Jahren von der Vatikanbibliothek in Angriff genommen wird.

Wenn es aber auch in anderen Gattungen so viele Unikate in der Biblotheca Palatina geben sollte wie in Bezug auf die Liedflugschriften, dann ist dort mit vielen hundert Ausgaben zu rechnen, die bisher noch nicht vom VD16 erfasst sind.

Zum Stand des VD16 (Dezember 2018) und zu Cinquecentine.de

Der zuletzt eingegebene Datensatz des VD16 trägt die Nummer ZV 31992. Das heißt, dass im vergangenen Jahr 375 neue Titel aufgenommen wurden, etwas mehr als im Vorjahr. Die XL-Nummern stehen bei XL 189, das bedeutet acht neue Titel im letzten Jahr.

Die Bibliotheken, die im letzten Jahr mehr als 100 Exemplare ans VD16 gemeldet haben, sind:

Fulda LB (1045)

Dresden SLUB (837)

Innsbruck Kapuziner (462)

Frankfurt UB (310)

Heidelberg UB (280)

Berlin SB (199)

München UB (184)

Nürnberg StB (145)

Dessau-Roßlau LB (135)

München BSB (110)

Außer Koblenz, Görres Gymnasium (66) liegen alle weiteren beitragenden Bibliotheken unter 50 Meldungen.

Neue teilnehmende Bibliotheken:

vd304 Berlin Geheimes Staatsarchiv (1)

vd305 Heiligenkreuz Stiftsbibliothek (1)

UBR01 Regensburg UB (4)

vd306 Den Haag KB (1)

vd307 Würzburg Staatsarchiv (1)

vd308 Innsbruck Kapuziner (462)

vd309 Torun/Thorn UB (Polen) (1)

vd310 (Nummer offenbar nicht belegt)

vd311 Berlin Kupferstichkabinett (1)

DMM01 München Deutsches Museum (1)

vd312 Braunschweig Stadtarchiv (1)

vd313 Mühlhausen Stadtarchiv (6)

vd314 Amsterdam Vrije Universiteit (15)

Die Datensätze des VD17 werden über die Suchmaske des VD16 seit September nicht mehr angezeigt. Hinzugefügt worden waren diese Daten im Jahr 2009, um übergreifende Suchoperationen zu ermöglichen.

2019 wird das VD16 fünfzig Jahre alt. Zum 40. Geburtstag vor 10 Jahren wurde gar nichts gemacht. Mal sehen, ob dieses Jahr irgendetwas erscheinen wird, in dem über das bisher Geleistete nachgedacht wird, und vielleicht auch darüber, wie man sich in dem Projekt die zukünftigen Ziele vorstellt.

Meine jährlichen Beobachtungen zum Fortschreiten des VD16 mache ich jetzt seit zehn Jahren. In dieser Zeit sind ca. 5600 neue Titel gemeldet worden, also im Durchschnitt 560 pro Jahr (allerdings bis zum letzten Jahr mit abnehmender Tendenz). Wenn es in diesem Tempo weitergeht (sagen wir, mit knapp 500 Titeln im Jahr), werden wir also für die nächsten 25.000 Titel ca. 50 Jahre brauchen.

Cinquecentine.de

Das Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts wurde im Oktober, nachdem am 19. September der Server für mehrere Wochen ausgefallen war, in „Cinquecentine.de“ umbenannt.

Nur zwei neue Einzelseiten wurden im Laufe des Jahres 2018 erstellt: über Ulrich Tengler, Der neu Layenspiegel und über die Bamberger Halsgerichtsordnung. Beide Seiten leiten zu den entsprechenden Artikeln im Historischen Lexikon Bayerns weiter.

Neue Konkordanzen gibt es zu den Stuttgarter Bibeldrucken, zu Weismanns Bibliographie der Katechismen von Brenz, zur Bucer-Bibliographie und zu Schottenlohers Buch von 1953 über Widmungsreden. Außerdem konnte man für einige Wochen ein Verzeichnis der VD16-Nummern von 1501 bis 1510 mit Illustrationen einsehen. Dieses letztere Verzeichnis ist noch nicht wiederhergestellt worden (es stieß allerdings auch auf nur geringes Interesse).

Bei dem Neustart der Seite im Oktober mussten die Links zum VD16 in den Konkordanzen „Griechischer Geist aus Basler Pressen“ und „Marburger Repertorium zur Übersetzungsliteratur im deutsche Frühhumanismus“ aktualisiert werden. Die Hinweise auf Digitalisate wurden in diesen Konkordanzen gelöscht, weil es zu viel Arbeit macht, sie immer auf dem letzten Stand zu halten. Mittlerweile sind ohnehin mehr als die Hälfte aller Titel im VD16 digitalisiert. (Das gilt leider nicht für Titel, die nur in Wolfenbüttel vorhanden sind, auch nicht für Unikate in Köln).

Die Liste der Drucke des 16. Jahrhunderts, die im VD16 noch nicht verzeichnet sind, enthält jetzt ca. 2200 Titel. Im letzten Jahr wurden, wie schon im Jahr zuvor, vor allem Basler Dissertationen und schlesische und pommerische Drucke, die sich in polnischen Bibliotheken befinden, eingetragen.

Die Liste der Drucke, die im VD16 zwar eine Nummer haben, aber keinen Exemplarnachweis, enthält jetzt ca. 2600 Titel.

Die britischen und irischen Bibliotheken mit größeren Beständen des 16. Jahrhunderts, die bisher in der Liste der Europäischen Bibliotheken eine Untergruppe bildeten, haben jetzt in Cinquecentine.de ein eigenes Verzeichnis bekommen. Neben den Daten aus dem Fabian-Handbuch konnten dazu die weitergehenden Angaben aus der neuen Ausgabe des Directory of Rare Books verwendet werden. Die erweiterte Neuauflage von 2016 wurde herausgegeben von Karen Attar.

Neu in Cinquecentine.de: Britische und irische Bibliotheken

Mit der 2016 erschienenen Neuausgabe des Directory of Rare Books, vormals herausgegeben von Barry Bloomfield, jetzt von Karen Attar, können die Angaben aus dem Fabian-Handbuch über britische und irische Bibliotheken ergänzt werden. Viele weitere Bibliotheken mit Drucken des 16. Jahrhunderts werden erfasst:

Britische und irische Bibliotheken mit Drucken des 16. Jahrhunderts

Außerdem neu: 20 weitere Basler Dissertationsdrucke von 1582, die noch nicht im VD16 erfasst sind:

nicht im VD16

Neu in Cinquecentine: 20 Drucke, vorwiegend aus Breslau, nicht im VD16

https://cinquecentine.de/index.php?title=Drucke_nicht_im_VD-16

17 Drucke davon stammen von dem Drucker Crispin Scharffenberg.

Außerdem die Hofer Ausgabe des Gebetbuchs von Habermann von 1567.
Die meisten Drucke befinden sich in der Universitätsbibliothek Wroclaw. Dazu aus der Ossolineum-Bibliothek in Wroclaw zwei Breslauer Lutherdrucke.

Im Ganzen enthält die Liste der noch nicht im VD16 verzeichnete Ausgaben bisher mehr als 2100 Titel.

Neu in Cinquecentine.de: Konkordanz zu Schottenloher „Widmungsvorrede“ (1953)

Konkordanz mit dem VD16 zu:

Karl Schottenloher: Die Widmungsvorrede im Buch des 16. Jahrhunderts. Münster 1953.

Enthalten sind 389 VD16-Nummern.

mit Verweisen auf:

– Joachim Knape, Werkeverzeichnis zu den Rhetorikdrucken Deutschlands 1450 – 1700. Wiesbaden 2017.

– Helmut Claus, Melanchthon-Bibliographie 1510 – 1560. Gütersloh 2014.

– Die deutsche Literatur des Mittelalters – Verfasserlexikon. Begr. von Wolfgang Stammler, hrsg. von Kurt Ruh, Burghart Wachinger, Christine Stöllinger-Löser. Berlin 1078 – 2008

– Internet-Edition: Frank Hieronymus, Griechischer Geist aus Basler Pressen

Cinquecentine.de

„Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts“ ändert Adresse und Namen: „Cinquecentine.de“

Mitte September wurde der Server des Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts abgeschaltet, ohne Vorankündigung. Ich habe daraufhin die Gelegenheit ergriffen, mit einer neuen Adresse auch den Namen zu ändern, denn um ein Wiki handelt es sich ja schon seit einiger Zeit nicht mehr.

www.cinquecentine.de

Noch ist nicht alles wiederhergestellt, wie es war, aber die Sache ist in Arbeit.

Vor allem die zuvor am intensivsten benutzten Dateien sind jetzt wieder zugänglich:

die Liste der nicht im VD16 verzeichneten Drucke,

die Konkordanz zu Hollstein’s German Engravings etc.,

die Liste mit Exemplarnachweisen für VD16-Nummern ohne Standortangaben,

die Liste deutscher Bibliotheken mit mehr als 100 Drucken des 16. Jahrhunderts

sowie alle Einzelartikel zu bestimmten Druckausgaben.