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Neu in Cinquecentine.de: Konkordanz zum Repertorium deutschsprachiger Rhetorikdrucke 2018 von Knape und Liedflugschriften aus dem Quellenverzeichnis von Eberhard Nehlsen

Die Konkordanz zu den Drucken des 16. Jahrhunderts aus Knapes Repertorium umfasst 145 VD16-Nummern. Sie enthält auch Verweise zu der online-Datenbank Deutsche Rechtsquellen (DRQEdit), zum Handbuch zur Kinder-und Jugendliteratur und zum Verfasserlexikon des Mittelalters. Verweise auf die DRQEdit fehlen bei Knape.

Das Repertorium ist der dritte Band des Gesamtwerkes, in dem im Jahr 2017 ein Autorenlexikon zu den Rhetorikdrucken von 1450 bis 1700 und ein umfassendes Werkeverzeichnis mit über 1600 Titeln erschienen sind.

Der dritte Band, das Repertorium, bietet zu der begrenzten Auswahl der deutschsprachigen Rhetorikdrucke genaue Titelwiedergaben, eine typologische Zuordnung der Texte und die originalen Kapitelüberschriften, zudem Verweise auf die Sekundärliteratur. Leider sind die den Erstausgaben folgenden weiteren Auflagen nicht systematisch zusammengetragen worden. Die Nummern des Repertoriums sind dieselben wie die des Werkeverzeichnisses von 2017, das darüber hinaus auch lateinische und im Ausland gedruckte Titel umfasst.

Weitere Neuigkeiten in Cinquecentine.de:

Neben der Konkordanz zum Repertorium der deutschsprachigen Rhetorikdrucke wurde die Konkordanz zur Melanchthon-Bibliographie von Helmut Claus mit Verweisen auf das erwähnte Werkeverzeichnis der Rhetorikdrucke versehen, allerdings nur bezüglich der Erstausgaben. Die Verweise auf nachfolgende Auflagen, soweit sie im Werkeverzeichnis aufgeführt sind, werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgetragen.

Außerdem:

In der Liste der noch nicht erfassten Drucke des 16. Jahrhunderts erscheinen jetzt Liedflugschriften, die ich dem in Arbeit befindlichen Quellenverzeichnis von Eberhard Nehlsen entnommen habe. Er hat mir freundlicherweise eine Arbeitskopie davon zukommen lassen, die deutsche Lieder bis 1700 enthält und schon jetzt über 9700 Nummern umfasst (Liedflugschriften des 15. bis 18. Jahrhunderts. Quellenverzeichnis. Fassung vom 30. November 2018).

Die Nummern beziehen sich auf die Exemplare, nicht auf die Ausgaben. Es ist wirklich erstaunlich, wie viele Liederdrucke existieren, die noch nicht im VD16 erfasst sind. Ich bin bei der Durchsicht noch nicht bis zur Hälfte der Arbeitskopie gelangt und habe schon über 600 entsprechende Titel gesammelt. Ich werde Monate brauchen, um das alles die Liste einzustellen.

Besonders die Liederkonvolute der Bibliotheca Palatina in der Vatikanbibliothek, die Nehlsen systematisch durchforscht hat, enthalten zum Teil jeweils Dutzende von Unikaten. Eigentlich sind die Titeldaten dieser Schriften alle über die normalen deutschen Verbundkataloge zugänglich, weil die Mikrofiche-Ausgabe der Bibliotheca Palatina mit über 12.000 Titeln (davon über 10.000 Cinquecentinen) in vielen großen Bibliotheken vorhanden ist und die einzelnen Titel allesamt in den betreffenden Bibliothekskatalogen verzeichnet sind.

Aber da man bei den kurzen Titelaufnahmen des Katalogs der Bibliotheca Palatina die einzelnen Ausgaben nur schlecht voneinander unterscheiden kann, ist nur ein Bruchteil davon ins VD16 aufgenommen worden. Als die Mikrofiche-Edition dann Ende der 80er Jahre herauskam, hatte das VD16 schon andere Prioritäten, es mussten vordringlich die Bestände in München und in Wolfenbüttel bearbeitet werden. Und es ist auch nicht damit zu rechnen, dass diese Arbeit, also die Eingabe aller Titel ins VD16, in den nächsten Jahren von der Vatikanbibliothek in Angriff genommen wird.

Wenn es aber auch in anderen Gattungen so viele Unikate in der Biblotheca Palatina geben sollte wie in Bezug auf die Liedflugschriften, dann ist dort mit vielen hundert Ausgaben zu rechnen, die bisher noch nicht vom VD16 erfasst sind.

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Zum Stand des VD16 (Dezember 2018) und zu Cinquecentine.de

Der zuletzt eingegebene Datensatz des VD16 trägt die Nummer ZV 31992. Das heißt, dass im vergangenen Jahr 375 neue Titel aufgenommen wurden, etwas mehr als im Vorjahr. Die XL-Nummern stehen bei XL 189, das bedeutet acht neue Titel im letzten Jahr.

Die Bibliotheken, die im letzten Jahr mehr als 100 Exemplare ans VD16 gemeldet haben, sind:

Fulda LB (1045)

Dresden SLUB (837)

Innsbruck Kapuziner (462)

Frankfurt UB (310)

Heidelberg UB (280)

Berlin SB (199)

München UB (184)

Nürnberg StB (145)

Dessau-Roßlau LB (135)

München BSB (110)

Außer Koblenz, Görres Gymnasium (66) liegen alle weiteren beitragenden Bibliotheken unter 50 Meldungen.

Neue teilnehmende Bibliotheken:

vd304 Berlin Geheimes Staatsarchiv (1)

vd305 Heiligenkreuz Stiftsbibliothek (1)

UBR01 Regensburg UB (4)

vd306 Den Haag KB (1)

vd307 Würzburg Staatsarchiv (1)

vd308 Innsbruck Kapuziner (462)

vd309 Torun/Thorn UB (Polen) (1)

vd310 (Nummer offenbar nicht belegt)

vd311 Berlin Kupferstichkabinett (1)

DMM01 München Deutsches Museum (1)

vd312 Braunschweig Stadtarchiv (1)

vd313 Mühlhausen Stadtarchiv (6)

vd314 Amsterdam Vrije Universiteit (15)

Die Datensätze des VD17 werden über die Suchmaske des VD16 seit September nicht mehr angezeigt. Hinzugefügt worden waren diese Daten im Jahr 2009, um übergreifende Suchoperationen zu ermöglichen.

2019 wird das VD16 fünfzig Jahre alt. Zum 40. Geburtstag vor 10 Jahren wurde gar nichts gemacht. Mal sehen, ob dieses Jahr irgendetwas erscheinen wird, in dem über das bisher Geleistete nachgedacht wird, und vielleicht auch darüber, wie man sich in dem Projekt die zukünftigen Ziele vorstellt.

Meine jährlichen Beobachtungen zum Fortschreiten des VD16 mache ich jetzt seit zehn Jahren. In dieser Zeit sind ca. 5600 neue Titel gemeldet worden, also im Durchschnitt 560 pro Jahr (allerdings bis zum letzten Jahr mit abnehmender Tendenz). Wenn es in diesem Tempo weitergeht (sagen wir, mit knapp 500 Titeln im Jahr), werden wir also für die nächsten 25.000 Titel ca. 50 Jahre brauchen.

Cinquecentine.de

Das Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts wurde im Oktober, nachdem am 19. September der Server für mehrere Wochen ausgefallen war, in „Cinquecentine.de“ umbenannt.

Nur zwei neue Einzelseiten wurden im Laufe des Jahres 2018 erstellt: über Ulrich Tengler, Der neu Layenspiegel und über die Bamberger Halsgerichtsordnung. Beide Seiten leiten zu den entsprechenden Artikeln im Historischen Lexikon Bayerns weiter.

Neue Konkordanzen gibt es zu den Stuttgarter Bibeldrucken, zu Weismanns Bibliographie der Katechismen von Brenz, zur Bucer-Bibliographie und zu Schottenlohers Buch von 1953 über Widmungsreden. Außerdem konnte man für einige Wochen ein Verzeichnis der VD16-Nummern von 1501 bis 1510 mit Illustrationen einsehen. Dieses letztere Verzeichnis ist noch nicht wiederhergestellt worden (es stieß allerdings auch auf nur geringes Interesse).

Bei dem Neustart der Seite im Oktober mussten die Links zum VD16 in den Konkordanzen „Griechischer Geist aus Basler Pressen“ und „Marburger Repertorium zur Übersetzungsliteratur im deutsche Frühhumanismus“ aktualisiert werden. Die Hinweise auf Digitalisate wurden in diesen Konkordanzen gelöscht, weil es zu viel Arbeit macht, sie immer auf dem letzten Stand zu halten. Mittlerweile sind ohnehin mehr als die Hälfte aller Titel im VD16 digitalisiert. (Das gilt leider nicht für Titel, die nur in Wolfenbüttel vorhanden sind, auch nicht für Unikate in Köln).

Die Liste der Drucke des 16. Jahrhunderts, die im VD16 noch nicht verzeichnet sind, enthält jetzt ca. 2200 Titel. Im letzten Jahr wurden, wie schon im Jahr zuvor, vor allem Basler Dissertationen und schlesische und pommerische Drucke, die sich in polnischen Bibliotheken befinden, eingetragen.

Die Liste der Drucke, die im VD16 zwar eine Nummer haben, aber keinen Exemplarnachweis, enthält jetzt ca. 2600 Titel.

Die britischen und irischen Bibliotheken mit größeren Beständen des 16. Jahrhunderts, die bisher in der Liste der Europäischen Bibliotheken eine Untergruppe bildeten, haben jetzt in Cinquecentine.de ein eigenes Verzeichnis bekommen. Neben den Daten aus dem Fabian-Handbuch konnten dazu die weitergehenden Angaben aus der neuen Ausgabe des Directory of Rare Books verwendet werden. Die erweiterte Neuauflage von 2016 wurde herausgegeben von Karen Attar.

Neu in Cinquecentine.de: Britische und irische Bibliotheken

Mit der 2016 erschienenen Neuausgabe des Directory of Rare Books, vormals herausgegeben von Barry Bloomfield, jetzt von Karen Attar, können die Angaben aus dem Fabian-Handbuch über britische und irische Bibliotheken ergänzt werden. Viele weitere Bibliotheken mit Drucken des 16. Jahrhunderts werden erfasst:

Britische und irische Bibliotheken mit Drucken des 16. Jahrhunderts

Außerdem neu: 20 weitere Basler Dissertationsdrucke von 1582, die noch nicht im VD16 erfasst sind:

nicht im VD16

Neu in Cinquecentine: 20 Drucke, vorwiegend aus Breslau, nicht im VD16

https://cinquecentine.de/index.php?title=Drucke_nicht_im_VD-16

17 Drucke davon stammen von dem Drucker Crispin Scharffenberg.

Außerdem die Hofer Ausgabe des Gebetbuchs von Habermann von 1567.
Die meisten Drucke befinden sich in der Universitätsbibliothek Wroclaw. Dazu aus der Ossolineum-Bibliothek in Wroclaw zwei Breslauer Lutherdrucke.

Im Ganzen enthält die Liste der noch nicht im VD16 verzeichnete Ausgaben bisher mehr als 2100 Titel.

Neu in Cinquecentine.de: Konkordanz zu Schottenloher „Widmungsvorrede“ (1953)

Konkordanz mit dem VD16 zu:

Karl Schottenloher: Die Widmungsvorrede im Buch des 16. Jahrhunderts. Münster 1953.

Enthalten sind 389 VD16-Nummern.

mit Verweisen auf:

– Joachim Knape, Werkeverzeichnis zu den Rhetorikdrucken Deutschlands 1450 – 1700. Wiesbaden 2017.

– Helmut Claus, Melanchthon-Bibliographie 1510 – 1560. Gütersloh 2014.

– Die deutsche Literatur des Mittelalters – Verfasserlexikon. Begr. von Wolfgang Stammler, hrsg. von Kurt Ruh, Burghart Wachinger, Christine Stöllinger-Löser. Berlin 1078 – 2008

– Internet-Edition: Frank Hieronymus, Griechischer Geist aus Basler Pressen

Cinquecentine.de

„Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts“ ändert Adresse und Namen: „Cinquecentine.de“

Mitte September wurde der Server des Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts abgeschaltet, ohne Vorankündigung. Ich habe daraufhin die Gelegenheit ergriffen, mit einer neuen Adresse auch den Namen zu ändern, denn um ein Wiki handelt es sich ja schon seit einiger Zeit nicht mehr.

www.cinquecentine.de

Noch ist nicht alles wiederhergestellt, wie es war, aber die Sache ist in Arbeit.

Vor allem die zuvor am intensivsten benutzten Dateien sind jetzt wieder zugänglich:

die Liste der nicht im VD16 verzeichneten Drucke,

die Konkordanz zu Hollstein’s German Engravings etc.,

die Liste mit Exemplarnachweisen für VD16-Nummern ohne Standortangaben,

die Liste deutscher Bibliotheken mit mehr als 100 Drucken des 16. Jahrhunderts

sowie alle Einzelartikel zu bestimmten Druckausgaben.

Die illustrierten Drucke im VD16

Der Nachweis der Illustrationen in den Drucken des 16. Jahrhunderts ist ein schwacher Punkt des VD16. Angezeigt wird dort nur die Existenz von Illustrationen, also von Holzschnitten (H), Titelholzschnitten (TH) oder Titelkupfern (TK), Titeleinrahmungen (TE), Randleisten im Innern des Buches (RL), Tabellen oder Faltblättern (T) und von Druckermarken (D).

Man erfährt im VD16 nichts über die Anzahl der Abbildungen, über eventuelle Mehrfachverwendungen innerhalb einer Ausgabe und über ihre Abmessungen, es wird nicht unterschieden zwischen Wappen, technischen Zeichnungen, Musiknoten oder großen Zierinitialen und anderen Zierstücken (außer Randleisten). Sehr oft werden Zierstücke auch gar nicht berücksichtigt. Der karge Buchstabe „H“ kann jedenfalls sehr viel, aber auch sehr wenig bedeuten.

Darüber hinaus kann man im VD16 nicht gezielt nach den ja immerhin vorhandenen Angaben suchen. Wer sich also speziell für Drucke mit Illustrationen interessiert, muss alle mehr als 100.000 Nummern von A bis Z und von ZV 1 bis ZV 31800 einzeln durchgehen. Bei einigen Drucken sind bekannte Holzschnittkünstler als „weitere Personen [Bearbeiter]“ angegeben, allerdings sehr unsystematisch.

Kunsthistoriker scheinen bei der Konzeption des VD16 keinen großen Einfluss gehabt zu haben, und lange Zeit hat die kunstgeschichtliche Forschung zur Buchillustration die Existenz des VD16 zum Teil auch einfach ignoriert. In Hollstein’s German Engravings, Etchings and Woodcuts (ca. 1400 – 1700) wurde in den Bänden, die bis zum Jahr 2010 herauskamen, keine VD16-Nummern angegeben. Dabei könnten auch schon die einfachen Hinweise im VD16 auf die Existenz von Holzschnitten ein Ansatz sein, um einen umfassenden Überblick über Buchillustration im 16. Jahrhundert zu bekommen.

Zuerst muss man dazu die entsprechenden Titel herausfiltern. Ich habe damit begonnen und habe eine kleine Datei der Drucke von 1501 bis 1510 in das Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts eingestellt. Danach müsste man in jeder einzelnen Ausgabe die Anzahl der Abbildungen ermitteln. Das habe ich noch nicht erledigt.

Nebenbei können dabei aber schon einige statistische Beobachtungen gemacht werden.

Das VD16 verzeichnet in den ersten 10 Jahren des 16. Jahrhunderts 3744 Ausgaben. Davon müssen 61 Nummern als „entfallen“ abgezogen werden, die meisten deshalb, weil sie identisch mit anderen Nummern sind. Die Zahl der Ausgaben mit Illustrationen beträgt ca. 2000, also mehr als die Hälfte. Rechnet man nun die 380 Drucke heraus, bei denen die Illustration allein aus einer Druckermarke besteht, und weitere 11, die nur eine Titeleinrahmung aufweisen, dann sind wir bei etwas mehr als 1600 Ausgaben.

Von diesen sind die Drucke mit einem Titelholzschnitt ohne weitere Abbildungen im Buchinnern relativ leicht durchzusehen. Das sind in den ersten 10 Jahren des Jahrhunderts etwa 630. Das bedeutet, dass für den Zeitabschnitt von 1501 bis 1510 etwa 1000 Ausgaben mit Holzschnitten im Buchinnern durchgesehen und katalogisiert werden müssten.

Nun kommt es darauf an, wie viele Ausgaben digitalisiert sind. Von den etwa 2000 Ausgaben mit mindestens einer Abbildung haben 1330 im VD16 einen Link zu einem Digitalisat (oder auch mehrere; den Vogel schießt VD16: A 4147 ab, mit 78 Digitalisaten!). Bekanntlich existieren viel mehr Digitalisierungen, als das VD16 angibt. Ich habe der Liste noch 60 weitere Links hinzugefügt, aber ohne allzu langwierige Recherchen anzustellen. Es ist damit zu rechnen, dass sich noch erheblich mehr Digitalisate finden lassen.