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Das Geheimnis der verschwundenen VD16-Nummern

Mir ist aufgefallen, dass im VD16 einige Nummern fehlen.

Bei der Suche nach bestimmten Ausgaben des 16. Jahrhunderts kommt es oft vor, dass man im online-VD16 zwar Treffer für den gesuchten Titel erhält, aber nicht im gewünschten Jahr, sondern in einer früheren oder späteren Ausgabe. Da die Ausgaben von gleichen Titeln im gedruckten VD16 chronologisch geordnet sind, ist es sinnvoll, dann bei den vorausgehenden oder nachfolgenden Nummern zu prüfen, ob man fündig wird. Es kann nämlich leicht möglich sein, dass der Titel der gesuchten Ausgabe nur in einer Kleinigkeit anders geschrieben ist als das, was man eingegeben hat.

Bei dieser Art der Suche kann es nun vorkommen, dass man auf Nummern trifft, die im online-VD16 nicht mehr existieren. Im gedruckten Werk sind diese Nummern wohl vorhanden, aber in der Online-Ausgabe wurden sie gelöscht.

Besonders verwirrend wird die Sache, wenn dann dazu bei Aufruf einer dieser Nummern nicht etwa die Seite mit der Fehlmeldung erscheint, sondern ein ganz anderer Datensatz, der mit dem gesuchten nichts zu tun hat, weil in ihm zufällig zum einen der Buchstabe der gesuchten Nummer und zum anderen die entsprechende Zahl auftauchen (z. B. bei K 11 oder bei H 1 oder F 558, wo sogar zwei ganz andere Drucke als Treffer angeboten werden, weil „F“ und „558“ vom VD16 als zu verschiedenen Nummern gehörig gelesen werden).

Die Löschungen der Nummern dürften aus der Zeit stammen, in der das VD16 darauf vorbereitet wurde, im Internet veröffentlicht zu werden. Das dauerte allerdings mehrere Jahre, denn die Bayerische Staatsbibliothek hatte auf ihrer Internet-Seite die online-Publikation der Datenbank mit ihren Erweiterungen durch das Supplement-Alphabet zwar schon für die späten 90er Jahre angekündigt, also noch bevor die Registerbände fertig waren, aber die vielen Umstellungen, die für die Online-Ausgabe vorgenommen wurden, verzögerten die online-Publikation dann bis 2004. Seitdem werden, soweit ich das überblicke, keine Nummern mehr gelöscht, sondern ein falscher Eintrag bekommt den Kommentar: „Ausgabe entfällt“, meist mit einer Begründung, wie: „identisch mit …“ oder „Teil von …“ (Beispiel: A 4376) oder „kein deutscher Druck“.

Sehr selten sind die Fälle, in denen schon im gedruckten Grundwerk eine Nummer einfach übersprungen wurde, wie die Nummer N 769. Es gibt noch andere Gründe für das Fehlen von Nummern. Fehler unterliefen z. B. bei dem Umbau der Datenbank, durch den die in Drucken enthaltenen zusätzlichen Texte nicht mehr gesondert aufgeführt werden wie im gedruckten Grundwerk. Die besonderen Nummern von „enthaltenen“ Werken, die im Grundwerk vergeben wurden, wurden in der online-Ausgabe des VD16 zwar beibehalten, nur wird man mit ihnen direkt auf den Haupteintrag umgeleitet. Gebe ich also in die Suchmaske „H 1045“ ein, lande ich bei dem Datensatz B 5368. Eindeutig zitiert werden müsste das als „H 1045 in: B 5368“.

In einigen wenigen Fällen hat diese Umleitung aber nicht geklappt, und die Nummer des enthaltenen Werks führt ins Leere, wie bei R 2685, was eigentlich auf A 3575 hinleiten sollte (der Grund ist das fehlende „R“ in der Nummer).

Auch die Nummer B 1239 ist im online-VD16 in der Nummer B 1228 aufgegangen, aber da dabei zugleich der Name des Verfassers ohne Anmerkung korrigiert wurde, ist die Nummer ohne genauere Nachforschung gar nicht mehr aufzuspüren.

Der in B 1228 enthaltene Text Oratio ad divam Catharinam ist nämlich nicht, wie im gedruckten VD16 angegeben, von Bebel, sondern von Jakob Locher (Philomusus). Das wurde in der online-Version korrigiert. In der den Text enthaltenden Ausgabe B 1228 gilt Locher jetzt jedoch als Beiträger, so dass die Nummer B 1239 ganz verschwindet. Gibt man die Nummer in die Suchmaske ein, erhält man als Ergebnis VD16 B 789, darin enthalten N 1239, also Texte, die nichts mit der gesuchten Nummer zu tun haben.

Verschwundene Nummern sind vor allem dann ein Problem, wenn sie danach in der Forschungsliteratur als Nachweise weiter herumgeistern. In der Zwischenzeit wurde B 1239 z. B. in Worstbrocks Deutscher Humanismus 1480 – 1520: Verfasserlexikon, Bd. 1 (2008), Sp. 148 zitiert, und da dort die verschiedenen VD16-Nummern von enthaltenen Werken auch nur nacheinander aufgezählt werden, steht der normale Benutzer, der nur „mal eben“ eine VD16-Nummer, die er im VL gefunden hat, aufrufen möchte, vor einem Rätsel.

In den meisten Fällen sind Nummern aber verschwunden, weil die Einträge für „Mitverfasser“ gelöscht wurden. Diese erscheinen jetzt einfach als zusätzliche Namen neben dem Hauptverfasser, wie zum Beispiel Gertrudis von Helfta, ehemals mit den jetzt gelöschten Nummern G 1638 und G 1639, jetzt dagegen unter den Nummern M 1783 und M 1784 neben Mechthild von Hackeborn; oder Caspar Kannengießer, ehemals K 72, jetzt neben Melanchthon in M 3095. Ebenso in den Fällen, in denen ein Respondent einer Universitätsdisputation vom VD16 den Status eines „Mitverfassers“ zugesprochen bekommen hatte, so z. B. ehemals D 1513 Sebastian Dieterich, jetzt: E 1400 (unter dem Namen des präsidierenden Professors).

Hier einige dieser Fälle, die mir im Laufe meiner Beschäftigung mit dem VD16 aufgefallen sind, hauptsächlich Universitätsdisputationen, aber auch Hochzeitsgedichte und anderes, unsystematisch gesammelt:

B 392 (Barletius, übersetzt von Pinicianus) ist der 4. Teil von D 1389, ist dort in der Titelaufnahme zwar erwähnt, wird aber unter den beigefügten Werken nicht angegeben.

B 6291 (Boeckel, Jan) = B 6327

D 1514 (Dieterich) = G 2000

D 1515 (Diethard) = K 1536

C 5782 (Crepserus) = P 1286

F 558 (Falck) = E 851

H 1 (Haag) = D 96

H 10 (Haberkorn) = G 2371

H 11 (Haberlandt) = H 3117

H 190 (Hagius) und S 6365 (Siegfried) = M 1942

J 182 (Janus) = M 1367

K 11 (Kager) = H 331

K 73 (Kanngießer) = M 4029 in L 5748

L 1414 (Leyck) = H 4429

P 2790 (Pincier) = B 8992

P 4189 (Ponikau) = G 80

P 4190 (Ponikau) = G 90

T 292 (Tegeder) = H 4461

V 2116 (Vogel) = A 2600

Wenn dagegen ZV-Nummern, die ja erst nach dem Erscheinen des Grundwerks vergeben wurden, fehlen, lässt sich für Außenstehende nicht mehr nachträglich rekonstruieren, worauf sie sich einmal bezogen haben. Diese Nummern konnten frei werden, wenn sich herausstellte, dass sie einer Ausgabe zugeordnet worden waren, die in Wirklichkeit schon zuvor eine andere Nummer bekommen hatte. Normalerweise wurden solche freigewordenen ZV-Nummern mit anderen, neu aufgefundenen Ausgaben belegt. Einige blieben aber trotzdem frei, einfach deshalb, weil vergessen wurde, sie neu zu belegen, wie etwa ZV 16940, ZV 17322 oder ZV 24564. Sie sind auch ganz unproblematisch, weil sie in der Forschungsliteratur nicht auftauchen und niemand auf die Idee kommen kann, nach ihnen zu suchen.

Bei den Nummern aus dem gedruckten Grundwerk dagegen sollten auf jeden Fall die Löschungen rückgängig gemacht werden, und die betreffenden Datensätze sollten mit dem Verweis „entfällt, identisch mit …“ versehen werden, damit möglicherweise in der Forschungsliteratur existierende Verweise nicht ins Leere führen. Wie viele fehlende Nummern es im Ganzen im VD16 gibt, ist unklar. Man müsste dazu im gedruckten Grundwerk nach allen „Mitverf.“-Einträgen suchen.

Ein Kuriosum zum Schluss: einzigartig im VD16 ist die Signatur ZV 15260A mit dem angehängten Buchstaben, wahrscheinlich ein Relikt aus einem früheren Entwicklungsstand der Datei. Gewissermaßen ein archäologisches Fundstück.

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Liste der VD16-Nummern ohne Exemplarnachweise und Konkordanz zur Melanchthon-Bibliographie von Helmut Claus

Die beiden genannten Verzeichnisse (Ohne Standortnachweise und Melanchthon-Bibliographie) habe ich zuletzt ins Wiki eingestellt, wobei die Liste der VD16-Nummern ohne Standortnachweis noch ein „Werk im Fortschritt“ ist. Am Anfang hatte ich anstelle dessen nur eine spezielle Konkordanz der Nachweise der Bibliotheca Palatina in der Vatikan-Bibliothek zusammengestellt, die das VD16 aus dem gedruckten Katalog (1886 – 1891) von Enrico Stevenson entnommen hatte.

Später, letzten Sommer, habe ich diese Konkordanz ergänzt mit den Nachweisen im VD16 aus dem gedruckten Katalog der British Library in London (ehemals British Museum), mit den Daten der Uhland-Lieddrucksammlung in der Tübinger UB und den Angaben, die das VD16 aus dem Katalog der Gustav-Freytag-Flugschriftensammlung in der UB Frankfurt entnommen hatte.

In allen diesen Fällen lagen die Dinge ähnlich wie bei der Bibliotheca Palatina: die Standorte der Drucke sind eigentlich bekannt, die Informationen werden vom VD16 aber nicht weitergegeben. Man kann sie zwar in den genannten Publikationen nachschlagen, aber nicht alle Benutzer des VD16 haben große Bibliotheken in Reichweite, in denen diese Werke vorhanden sind. Außerdem lohnt sich der Aufwand für solche kurzen Informationen meistens nicht.

Überraschenderweise wurde diese neue Liste im Wiki sehr gut besucht, mit zeitweise bis zu 100 Zugriffen pro Woche, so dass ich auf den Gedanken gekommen bin, die Titel im VD16 ohne Exemplarnachweise systematisch durchzugehen. Da, wo mir die entsprechenden Bibliographien zur Verfügung stehen, versuche ich die Standorte anhand der alten Angaben an den Opacs zu verifizieren. Darüber hinaus gleiche ich alle Titel am USTC ab. Die Daten des USTC überprüfe ich allerdings nicht noch einmal an den entsprechenden Opacs, ich reiche die Informationen des USTC nur weiter.

Auf diese Weise entsteht auf jeden Fall eine relativ komplette Liste von den Titeln, die im VD16 noch keinen Standortnachweis haben, und sobald ich zukünftig in Bibliographien oder Katalogen auf solche Exemplare treffe, kann ich sie in die Wikiliste eingeben („relativ komplett“ bedeutet: bis ungefähr zum Jahr 2004, aus dem die von mir benutzte CDRom des VD16 stammt, aber danach ist nicht mehr viel an Sekundärliteratur im VD16 ausgewertet worden). Ich schätze, dass die Gesamtliste am Ende um die 6000 Titel umfassen wird. Einige von diesen wird man natürlich nie auffinden, weil sie als Unikate im Krieg vernichtet worden sind, aber es wird ganz sicher noch sehr viel wieder auftauchen, was bisher als verschollen galt.

Die Liste im Wiki umfasst bisher ca. 1700 Titel. Von Zeit zu Zeit werde ich sie wieder überprüfen müssen, um zu sehen, ob das VD16 seine Datensätze inzwischen um die Standortangaben ergänzt hat. Die entsprechenden Einträge werden dann in der Wiki-Liste gelöscht.

Im Übrigen haben viele Bibliotheken in ihren Katalogen durchaus die entsprechenden VD16-Nummern eingetragen, aber sie kommen offenbar nicht auf die Idee, diese Informationen an das VD16 weiterzugeben. Wenn man in den Opacs, bzw. in den Verbundkatalogen, nach diesen VD16-Nummern suchen könnte, wäre ein großer Teil der Arbeit, die ich zur Zeit mache, nicht notwendig.

Während dieses neue Verzeichnis für fehlende Exemplarnachweise im Wiki also sehr gut besucht ist und offenbar Nutzer gefunden hat, kann man das von der ebenfalls neu erstellten Konkordanz des VD16 mit der Melanchthon-Bibliographie von Helmut Claus (2014) nicht sagen. Davon hatte ich mir mehr versprochen. Vielleicht braucht es aber einfach nur etwas mehr Zeit. Die 2014 erschienene Bibliographie ist z.B. in Italien in keiner der im italienischen Verbundkatalog SBN vertretenen Bibliotheken vorhanden (die kleine Bibliothek der Facoltà Valdese di Teologia in Rom hat sie, immerhin), in Frankreich nur in Paris und in Straßburg, in Belgien nur in Löwen und in Großbritannien nur in London, Oxford, Cambridge und in Edinburgh. Sobald die Bibliographie selbst weiter verbreitet ist, wird vielleicht auch das Interesse an der Konkordanz größer.

Nach meiner Vorstellung ist diese Liste eigentlich nicht so sehr speziell für Melanchthon-Forscher nützlich, denn diese werden ohnehin täglich mit der Bibliographie arbeiten, und wenn sie nach einer bestimmten VD16-Nummer suchen sollten, können sie dafür auch die CDRom benutzen, die zusätzlich zu der gedruckten Ausgabe verfügbar ist. Viel interessanter könnte die Konkordanz vielmehr für Humanismus-, Kirchengeschichts- oder Bildungsgeschichtsforscher generell sein, denn mehr als zwei Drittel der Datensätze der Melanchthon-Bibliographie betreffen Titel, deren Hauptautor gar nicht Melanchthon ist, und zu diesen mehr als 2000 Druckausgaben anderer Autoren werden bibliographische Daten geboten, die in den meisten Fällen weit über die Angaben im VD16 hinausgehen.

Eigentlich habe ich mich auch darüber gewundert, dass Helmut Claus selbst keine VD16-Konkordanz zu seiner Melanchthon-Bibliographie hat anfertigen lassen. Sicher, die Suche nach VD16-Nummern kann man, wie gesagt, auch mit der CDRom durchführen. Aber das ist auf jeden Fall aufwändiger, als ein schneller Blick in einige angefügte Seiten im Index-Band der Bibliographie selbst es wäre. Es war schließlich der Autor der Melanchthon-Bibliographie selbst, der 1994 den 2. Band der 2. Auflage der Luther-Bibliographie von Josef Benzing mit einer VD16-Konkordanz ausgestattet hat. Er hatte dafür sogar mit dem Erscheinungstermin des 2. Bandes der Lutherbibliographie (1. Band: 1989) eigens darauf gewartet, dass das VD16 komplett vorlag. Warum verzichtet er jetzt auf die Konkordanz?

Mir fallen dazu ähnliche Beispiele ein:

Der gedruckte Katalog der Bibelsammlung in der Landesbibliothek Stuttgart (Die Bibelsammlung der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart . Abt. 2. / Bd. 1., Deutsche Bibeldrucke 1466 – 1600 / beschr. von Stefan Strohm. Stuttgart- Bad Cannstatt 1987) enthält am Ende des 1987 erschienenen dritten Bandes zu den deutschsprachigen Bibeln gleich 2 Konkordanzen zum VD16, nämlich eine für die schon früher erschienenen griechischsprachigen Bibeln und eine für die deutschsprachigen. Diese Konkordanzen waren allerdings damals noch nicht komplett, denn im Jahr 1987 waren vom VD16 erst die Bände 8 bis 11 erschienen, also bis zu den Ordnungswörtern beginnend mit „Lut“. Man durfte also eigentlich einen Nachtrag erwarten. Aber die Bände der Stuttgarter Bibelsammlung zu den lateinischsprachigen Bibeldrucken vom Jahr 2002 enthalten gar keine Konkordanzen mehr. (Die Bände zu den anderssprachigen und zu den illustrierten Bibeldrucken sind noch nicht erschienen.)

Ein anderes Beispiel: Das Verfasserlexikon des Mittelalters war 2004 mit den Nachträgen im 11. Band komplett und bekam danach noch zusätzlich bis 2008 drei Registerbände, unter anderem auch mit Konkordanzen der Drucke (und zwar in Bd. 13, allerdings nicht allein in Bezug auf das VD16). Im Verfasserlexikon des Humanismus in Deutschland dagegen, das 2015 abgeschlossen war, wird am Ende bedauert, dass es zu einer VD16- und GW-Konkordanz nicht mehr gereicht habe. Das VL 16 schließlich (Verfasserlexikon zur Frühen Neuzeit, 1520 – 1620), das noch nicht vollständig ist (es erscheint erst seit 2011), verzichtet sogar in den einzelnen Artikeln selbst auf die Eruierung der VD16-Nummern. Auf eine Konkordanz am Ende braucht man da gar nicht zu hoffen.

Die Luther- und die Melanchthon-Bibliographie, die Kataloge der Stuttgarter Bibelsammlung und die verschiedenen Verfasserlexika mit Drucken des 16. Jahrhunderts sind verschiedene Fälle, zeitlich etwas versetzt, aber offenbar mit gleicher Tendenz: Der Nutzwert einer VD16-Konkordanz wird nicht mehr so hoch angesetzt wie noch vor 20 Jahren, als das VD16 gerade erschienen war.

Ich sehe meine Arbeit im Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts dagegen als einen Beitrag, der aufzeigen soll, dass das Potenzial des VD16 für die Frühneuzeitforschung viel größer ist, als es im Moment erscheint.

Zum Stand des VD16 und des „Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts“ (Dezember 2016)

Zum VD16:
Jetziger Stand der Meldungen: ZV 31269
Zuwachs gegenüber 2015: + 437
XL-Signaturen: nur vier neue Meldungen (XL 175).

Neue beitragende Bibliotheken:

Dessau-Roßlau, Anhaltische Landesbibliothek (1290 Meldungen), hat die Sigle „vd292“ von Ottobeuren Alte Bibliothek übernommen, die in der Tat schon seit langem eine Sigle hatte (vd245) und letztes Jahr fälschlich eine zweite bekommen hat.

Eine doppelte Siglenvergabe liegt übrigens auch bei den Bibliotheken Cambridge/Mass., Houghton Library (vd271 und vd285) und Zürich ETH (vd231 und vd275) vor, aber in diesen Fällen scheint das noch niemandem der dafür Zuständigen aufgefallen zu sein.

Freiburg Erzbischöfliches Ordinariat (vd295), 1 Meldung
Philadelphia, University of Pennsylvania (vd296), 1 Meldung
Eutin Landesbibliothek (vd297), 1 Meldung
Besançon Bibliothéque Municipale (vd298), 1 Meldung
Trier Bistumsarchiv (vd299), 67 Meldungen

Die meisten Meldungen im Jahr 2016 stammen aus Dessau-Roßlau: 1290 Meldungen, davon aber nur 2 neue.
Dresden SLUB hat seine Meldungen ans VD16 nach vier Jahren Pause wieder aufgenommen: 1100, davon 32 neue.
Berlin Staatsbibliothek hat im Jahr 2016 454 Meldungen, davon 55 neue.

Auch die Zwickauer Ratsschulbibliothek scheint nach drei Jahren Pause ihre Meldungen wiederaufgenommen zu haben: 382, davon 38 neue.

Frankfurt/Main UB: 393 Meldungen, keine neuen.

Paderborn Erzbischöfliche Akademische Bibliothek: 258 Meldungen, davon 5 neue.

München BSB, München UB und Erfurt UB Depositum Stadtbibliothek um die 100 Meldungen, alle anderen haben weniger als 100.

Insgesamt bedeutet das einen weiteren Rückgang der gemeldeten Titel gegenüber dem Vorjahr.

Tatsächlich dürften die Zahlen allerdings ein bisschen höher liegen, denn einige Bibliotheken sind jetzt dazu übergegangen, nur noch ihre Digitalisate in schon existierende VD16-Datensätze einzufügen, ohne die Signaturen in der Besitzstandsdatei des VD16 zu registrieren. Das ist mir z.B. bei der UB Kiel und der ÖNB Wien aufgefallen. Dadurch wird die Statistik etwas verfälscht.

Zum USTC

Eigentlich müsste ich an dieser Stelle auch regelmäßige Bemerkungen über das Fortschreiten der Arbeiten am Universal Short Title Catalogue an der St. Andrews University in Schottland machen, aber leider habe ich das in den letzten Jahren nicht verfolgt, und deshalb kann ich nicht genau sagen, was im vergangenen Jahr neu hinzugefügt worden ist. (Die sollten dort mal ein richtiges Blog einrichten, also mehr als nur ihre magere „News“-Seite. Immerhin stehen da 14 Namen in der Staff-Liste).

Ich habe den Eindruck, dass im USTC jetzt die aus dem VD16 übernommenen Daten mit Standortangaben, die aus anderen Quellen stammen, ergänzt werden, z. B. mit Signaturen von Drucken aus der British Library in London, aus Oxford UL, aus Cambridge UL und den College-Bibliotheken sowie aus der Russischen Staatsbibliothek in Moskau, vereinzelt auch aus amerikanischen und französischen Bibliotheken. Wenn es im VD16 keine Standortangaben gibt, kann es sich also manchmal lohnen, im USTC nachzusehen.

Darüber hinaus scheint mir, dass etwa 2300 deutsche Drucke betreffende Nummern, nämlich von USTC Nr. 708590 bis 710895, neu eingegeben worden sind und nicht aus dem VD16 stammen (z. T. aus der Straßburger Bibliographie von Muller). Am Schluss dieser Gruppe stehen niederdeutsche Drucke aus der Bibliographie von Borchling/Claussen, aber ohne (oder mit obsoleten) Standortangaben.

Die Drucke von USTC Nr. 240000 bis ca. 243500 stammen aus Polen, können also, was die Druckorte Breslau, Stettin, Danzig, Königsberg und Neisse angeht, auch für die Suche nach deutschen Drucken interessant sein, aber leider sind dort alle Angaben ohne Quellennachweise. Man müsste einmal nachprüfen, ob die Daten aus der polnischen Bibliographie von Estreicher stammen, dann hätte man daraus zumindest die alten Vorkriegs-Quellenangaben.

Ein Nachteil des USTC ist jedenfalls kaum zu beheben: Die Titelaufnahmen sind in vielen Fällen so verkürzt oder ungenau, dass man daran unmöglich entscheiden kann, ob ein bestimmtes Exemplar der einen oder der anderen Ausgabe zuzurechnen ist. Sehr misslich ist auch, dass nicht erkennbar ist, ob eine Datierung oder Zuordnung zu einem Drucker aus der Quelle hervorgeht oder nur vermutet wird. Außerdem wurde das VD16 bisher nur bis zur Nummer ZV 27486 ausgewertet (das wäre etwa der Stand von 2010), es fehlen also die letzten 3800 Eingaben.

Zum Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts
Im Wiki sind 2016 keine weiteren Artikel erschienen, dafür aber einige zusätzliche Konkordanzen. Neu sind die Konkordanzen zu Fritz Brüning, Bibliographie der alchemistischen Literatur (mit ca. 500 VD16-Nummern); die Konkordanzen zu den Leichenpredigtkatalogen aus Darmstadt LB (ca. 100 VD16-Nummern) und aus Gießen UB (ca. 180 VD16-Nummern), sowie die Konkordanz zu der neuen Melanchthon-Bibliographie von Helmut Claus, mit über 3000 VD16-Nummern.

Die ehemalige Liste der VD16-Nummern, die nur einen Hinweis auf die Bibliographie der Bibliotheca Palatina von Stevenson in der Vatikan-Bibliothek enthalten, ist 2016 erweitert worden zu einer Liste der VD16-Nummern ohne Standortangaben, denen ich aber einen Exemplarnachweis habe zuordnen können. Diese Bibliotheksangaben und Signaturen stammen in vielen Fällen aus dem USTC. Bisher enthält die Liste ca. 1100 VD16-Nummern.

Die Liste der Drucke, die im VD16 fehlen, enthält jetzt knappe 1700 Titel.

Die Zugriffszahlen auf die meistbenutzten Seiten im Wiki kann man jetzt in der neuen Rubrik „Statistik“ im „Archiv“ ansehen. Mir ist klar, dass diese nackten Zahlen keine Unterscheidungen von zufälligen Besuchern oder Robotern von Suchmaschinen zulassen. Wie auch immer, die Benutzerzahlen sind jedenfalls gegenüber dem Vorjahr stark ansteigend.

Verstreute Doppelmeldungen im VD16

Hier nur noch einige Doppelmeldungen in Kurzform, die mir in den letzten Monaten bei der Arbeit mit dem VD16 aufgefallen sind. Am Schluss noch einige Fälle, bei denen die Unterschiede so gering sind, dass die Vergabe einer eigenen Nummer eigentlich nicht gerechtfertigt ist, wenn es sich dabei nicht ohnehin um Abschreibfehler handeln sollte.

L 4564 = B 3781 beide ohne Standort, aber gehen wohl beide auf London BL zurück, vgl. USTC 10382; ist schon im Blog erwähnt (am 19.10.2014), damals aber noch ohne Hinweis auf London.

S 3610 (nur Stev Inv) = O 478 (in Berlin), Digitalisat und Microfiche-Ausgabe verglichen, sie sind gleich.

ZV 2430 = V 2454, an Bibl. Palatina Microfiche und Digitalisat überprüft, sind gleich.

ZV 6079 = K 1860 beide in Göttingen: 2 an: 4 h gall un II, 5356

ZV 8395 ALVENSLEBEN Ab 318(1) = H 6063 (5 Standorte, in Wolfenbüttel: Alv Ab 318(1); YK 57.8 Helmst.(2)

ZV 10815 = L 2759, dasselbe Exemplar in Lüneburg Spml 364, einmal unter dem Namen „Loss“, das andere Mal unter „Melanchthon“

ZV 11406 = N 349 beide Lüneburg Th 944 (12) und in Münster 1 E 4501-1,2

ZV 11470 (nur in Göttingen) = N 1099 (nur in Göttingen) beide 5 an: 4 h turc 712

ZV 12736 = P 4656 beide in Lüneburg GDa 136(1)

ZV 13001 (Erfurt UB; Mt 1009 i , unvollst.; Göttingen, Hannover StB, Leipzig UB, Wolfenbüttelf; im Katalog Erfurt/Gotha steht dieses Exemplar nur unter Gotha N 8° 05327 (02)) = ZV 25564 (Erfurt UB 01 – Mt. 8 01009i (01)

ZV 13709 = S 1643 beide nur in Wolfenbüttel, Unterschied in der Titelaufnahme „DEr“ – „Der“, aber beide mit derselben Signatur, deshalb wird es sich um einen Abschreibfehler handeln

ZV 13801 sehr wahrscheinlich = S 2384 (München BSB digital), (beide ganz gleich, aber in der Titelaufnahme von S 2384 wurde vermutlich das zweite Titelblatt in der Mitte des Bandes berücksichtigt, auf dem das Datum „1583“ steht. In ZV 13801 (vorh. nur in Gotha) wurde das vermutlich nicht aufgenommen. Gotha hat aber auch noch 2 Exemplare von S 2384.

ZV 13901 = S 2934 beide in Lüneburg Sa 355(1)

ZV 13947 (nur in Wf: A 74 b. 4 Helmst.; ALVENSLEBEN De 88(2); Bibel-S. 556(2)= S 3073 (u. a. in Wolfenbüttel: A 74b.4 Helmst.; Alv De 88(2); Bibel-S.556(2)

ZV 16095 (nur in Wolfenbüttel 156 Quod 2 (3)) = T 192 (mehrere Standorte, Wolfenbüttel O 24.2 Helmst (3); im Wolfenbütteler HAB-Kat werden beide Exemplare zur gleichen Ausgabe gerechnet

ZV 16161 (Dresden) = ZV 29446 (Erfurt), in Dresden falsch datiert

ZV 16202 (nur in Erfurt, die Signatur „2 an Hp 765“ gibt es im Katalog von Erfurt nicht) = S 6077 (im VD16 16 Standorte, auch Erfurt mit der Signatur 03 – Hp. 8 00756 (03))

ZV 16234 (Dresden) = ZV 24980 (Zwickau)

ZV 16380 nur in Göttingen = B 4882 u. a. auch in Göttingen mit derselben Signatur: 4 BIBL I,195

ZV 16385 nur in Wolfenbüttel: 3 Exemplare ohne das Blatt O 2r mit Errata am Ende, ansonsten = C 1883, 5 Standorte, aber Wien ÖNB digital hat am Ende die Errata-Liste nicht drin, auch das Berliner Exemplar Av 12303 nicht (die andere angegebene Berliner Signatur Cu 1499R ist falsch); ein hinzugefügtes Blatt mit Errata ergibt keine neue Ausgabe.

ZV 16395 (nur in Lüneburg) = D 1634 (digital München, 8 Standorte)

ZV 16429 (nur in Göttingen: 15 in:8 Sva.V,181:[2]Rara) = H 6372 (6 Standorte, auch in Göttingen: 16 in:8 Sva.V,181:[2]Rara); im Göttinger Katalog: 8 SVA V, 181:2 (14) RARA; Stück 14 im Sammelband „Hutteni Opera, Tom. II“

ZV 16447 (nur in Lüneburg) = ZV 10325 (in Halle und Witt EvPrSem)

ZV 16449 (nur in Berlin) = K 567 in Berlin zwei Exemplare, das eine unter „Caesar“ aufgenommen, das andere unter „Mörlin“

ZV 16464 (nur in Berlin, digital) = S 8795, ZV 16464 angeblich von 1588, aber da steht eindeutig 1578; das Digitalisat in Wien hat ebenfalls einen Holzschnitt auf Bl. A4r; als Unterschied bleibt nur das Kolophon auf der Rückseite des letzten Blatts des Exemplars in Berlin.

ZV 16494 = ZV 1062 beide in Göttingen: 13 in: Diss iur.coll max. 203; auch in Leipzig

ZV 16498 = ZV 3894 (in München BSB digitalisiert: da steht „carminis“ und nicht „carmine“; und das ist der einzige Unterschied auf dem Titelblatt)

ZV 16538 = G 3603 (beide Wolfenbüttel 50.32 Jur.(3), Göttingen: 8 Deduct.B 25/a), ZV 16538 ist aber auch in Berlin vorhanden

ZV 16596 = ZV 16883 = ZV 16994 (alle drei nur in Wolfenbüttel 1029 Theol.(4))

ZV 16598 = W 3219 beide in Göttingen gleiche Signatur: 1 an: 8 PLAT REC I,50

ZV 16606 = Z 253 beide in Lüneburg Sa 391(1)

ZV 16666 (Berlin, Jena) „ß“ = ZV 4460 (Freiburg) „sz“

ZV 16695 (Dresden) = ZV 15944 (Göttingen, Wittenberg EvPrSem), vermutlich fehlt in Dresden nur ein kleines Stück vom Titelblatt

ZV 16707 (Jena) = ZV 24979 (Zwickau)

ZV 16740 (Gotha) = M 4226 (Berlin, Wolfenbüttel, digitalisiert)

ZV 16756 (Weimar) = ZV 16757 (Weimar) gleiche Signatur

ZV 16839 (Beitr. Jakob Finzel) = S 9089 (Beitr. Hiob Fincel; digital in Wien, hat dort den Zeilenumbruch vor „Leutenbergk“, ist also in S 9089 falsch abgeschrieben), beide auch in Zwickau, aber mit verschiedenen Signaturen

ZV 16901 (digital) = ZV 1703 (digital), hat aber 16 Bl. am Anfang, während ZV 1703 nur 8 Bl. haben soll, beide sind aber in Wirklichkeit ganz gleich; ZV 16901 ist nur 1. Teil

ZV 16902 = ZV 1703 (2. Teil)

ZV 16921 (nur in Köln) = B 4616

ZV 18428 Halle digitalisiert, in der Titelaufnahme: „Churf#uersten“, statt Churf#[ue]rsten = C 6313 jetzt auch digitalisiert in Berlin, aber noch nicht verfügbar

ZV 18702 (Dresden, Berlin Märkisches Museum)= M 4607 (Halle digitalisiert)

ZV 22360 Originaldruck in Weimar, ohne Titelblatt = S 486 zitiert aus einem Faksimile-Druck

ZV 24780 (Zwickau) = J 163 (Wolfenbüttel)

ZV 24771 in Leipzig UB und Zwickau (mit D = Druckermarke und H = Holzschnitten) = ZV 24011 in Halle (digitalisiert) nur mit D, hat aber auch am Schluss ein Ornamentstück, das in Zwickau wohl als H gewertet wurde; Unterschied in der Datierung liegt wohl nur an der etwas eigenartigen Form der 3 im Datum.

ZV 20138 („Beatiss=mi“?) nur in Wolfenbüttel: (Lpr.Stolb. 5435) = B 2164 in Wolfenbüttel (digital): 125.37 Quod. (10); 312.4 Theol. (12); Alv U 156 (11); möglicherweise ein Abschreibfehler in ZV 20138

ZV 22869 (angeblich doppelter Trennstrich nach „ACA“) Wittenberg, Lutherhalle (SS 3275) =
ZV 22114 (einfacher Trennstrich nach „ACA“) Wittenberg, Lutherhalle (Kn A 387/2707) =
S 5157 digitalisiert, Berlin SB, Gotha FB, Jena UB, Wittenberg EvPS, Wolfenbüttel
Kein Unterschied erkennbar (der in der Titelaufnahme von VD16 S 5157 fehlende Zeilenumbruch „ANNO || 1560“, ist im Digitalisat aber vorhanden, außerdem steht da nicht „VVitebergiae“ mit „i“ und im Digitalisat gibt es auch keine doppelten Trennungsstriche

ZV 28671 = M 2256 im Digitalisat steht „Dreszden“ und nicht „Dreßden“ (Leichenpredigt Lpz St. Nicolai)

 

 

Weiterhin: Minimale Unterschiede, die eigentliche keine gesonderte Aufnahme rechtfertigen, die aber in jedem Fall angemerkt werden sollten, wenn es sich nicht gar um schlichte Abschreibfehler handeln sollte:

ZV 10339 = M 576 Mangolt Fischbuch, beide digitalisiert, minimaler Unterschied: nur eine Seitenzahl auf dem letzten Blatt

ZV 11009 (Gotha) = ZV 22484 (Berlin digital) in ZV 11009: Meißni=||chen; in ZV 22484: Meißni=||schen, möglicherweise in Gotha ein Abschreibfehler

ZV 11754 = N 1806, mit einer Zierleiste auf dem Titel-Blatt in N 1806, jetzt im VD16 in einer verbesserten Titelaufnahme als „TH“ bezeichnet, obwohl Zierleisten normalerweise gar nicht vermerkt werden; beide Drucke in Berlin direkt hintereinander zusammengebunden, beide sind digitalisiert

ZV 13082 (4 Standorte, in Wolfenbüttel: 556.1 Hist und Alvensleben Jg 111 (1), aber im Katalog von Halle gibt es diese Signatur nicht mehr) = R 1111 (Alv Ig 111(1) (minimaler Unterschied: „Vud der Wey=“ anstatt „Vnd der Wey=“)

ZV 15681 („geschehen“, Visch Bibl. D8) = Z 579 („beschehen“, Visch Bibl. D7) beide in Zürich

Doppelmeldungen: Die Zweifelsfälle bei den VD16-Nummern von 15000 bis 16000

Fortsetzung des letzten Eintrags:

Eigentlich sollte dies mein letzter Eintrag zum Thema Doppelmeldungen werden, denn sonst geht das noch so weiter, bis alle ZV-Signaturen durch sind, und das habe ich nicht vor. Allerdings wollte ich außer den Zweifelsfällen bei den ZV-Nummern von 15000 bis 16000 auch noch anfügen, was mir darüber hinaus in den letzten Monaten an Doppelmeldungen aufgefallen ist. Aber jetzt habe ich nach Durchsicht meiner Zettelsammlung gesehen, dass das so viel ist, dass dieser Eintrag dadurch zu lang werden würde. Also wird hierauf noch eine weitere Fortsetzung folgen.

Das VD16 misst den ihnen von mir gemeldeten Fällen von Doppelverzeichnungen keine große Priorität zu, denn soweit ich sehe, wurde, von der ersten Lieferung vor drei Jahren abgesehen, noch kaum etwas korrigiert. Immerhin habe ich in Berlin mit einer Bibliothekarin sprechen können, die einige die Stabi Berlin betreffende Fälle weitergeleitet hat, und so gibt es nun doch einige Korrekturen, bzw. Hinweise in den VD16-Datensätzen auf die Unterschiede zwischen den Ausgaben (denn nicht alle sind wirklich Doppelaufnahmen). Zum Teil finden sich die Unterschiede nur im Buchinnern. Immerhin, aber alles scheint auch in Berlin noch nicht überprüft worden zu sein.

Ich habe nun zufällig eine neuere Untersuchung in der Hand gehabt, in der versucht wird, auf der Grundlage der Daten aus dem VD16 einen Überblick über die Druckproduktion im 16. Jahrhundert in einem regional begrenzten Raum zu bekommen, und zwar von Andre Horch: Buchwidmungen der Frühen Neuzeit als Quellen der Stadt-, Sozial- und Druckgeschichte: kritische Analyse der Dedikationen in volkssprachlichen Mainzer Drucken des 16. Jahrhunderts unter Verwendung statistischer, netzwerkanalytischer und textinterpretatorischer Methoden. Frankfurt am Main, Bern, Wien 2014.
Er kritisiert, dass das VD16 mit seiner Praxis die Zahl der tatsächlich neu gedruckten Ausgaben verfälsche (S. 52):

„Dass das VD16 in manchen Fällen Drucke als Vertreter eigenständiger Ausgaben verzeichnet, wenn bereits darin nur einzelne wenige Typen im Vergleich zu einem bereits katalogisierten Druck vertauscht oder anders gesetzt sind, führt zu einer Ungenauigkeit hinsichtlich der tatsächlich produzierten Anzahl an eigenständigen Auflagen in einer Druckerei.“

Dem stimme ich zu, wenn ich auch einschränken würde, dass man die „tatsächlich produzierte Anzahl“ nicht mehr ermitteln kann, weil man nicht wissen kann, wie viel im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen ist. Es kann also nur um die Anzahl der überlieferten Drucke und derer, über die sichere Informationen vorliegen, gehen. Ich meine, man sollte durchaus nicht die Varianten, die sich auf den Titelblättern feststellen lassen, einfach vernachlässigen, sondern es geht um die Frage, ob dafür in jedem Fall eigene Nummern vergeben werden müssen.

Die Varianten müssen im Datensatz vermerkt werden. Es kann sich später durchaus bei einer tiefergehenden Prüfung (die bei einer Massenkatalogisierung wie der für das VD16 nicht möglich ist) ergeben, dass bestimmte Exemplare mit Varianten auf der Titelseite oder im Kolophon tatsächlich komplett oder zumindest in großen Teilen ganz neu gesetzt worden sind und deshalb als eine eigene Ausgabe bezeichnet werden müssen. Aber das wird mit großer Sicherheit der geringere Teil sein.

In einzelnen Fällen ist im VD16 im Übrigen auch schon bei kleineren Varianten darauf verzichtet worden, dafür neue Nummern anzulegen (z.B. in C 2349).

 

 

Zu den Zweifelsfällen (zum Teil mittlerweile geklärt):

1.)
ZV 15050 (Wittenberg EvPrSem, in Basel UB digitalisiert) =? ZV 15051 (Göttingen, Freiburg)

Normnummer: VD16 ZV 15050
Verfasser: Pompeius – PND 118595644
Weitere Pers.: Iustinus, Marcus Iunianus ¬[Bearb.]¬ – PND 11871435X ; Aurelius Victor, Sextus – PND 119072009 ; Sichard, Johann ¬[Bearb.]¬ – PND 118765116 ; Maior, Georg ¬[Bearb.]¬ – PND 116689781
Einheitssacht.: Historiae Philippicae
Titel: IVSTINI || EX TROGI POM=||PEII HISTORIIS EXTERNIS LI/||bri XLIIII. diligentissime … || ca||stigati, ac … || re-||purgati.|| Praeterea D. Ioannis Sichardi castigationes, et || Georgij Maioris annotationes, accesserunt.|| ITEM || Ex Sexto Aurelio Victore De uita et moribus Ro=||manorum Imperatorum Epitome.|| Cum Indice copiosissimo … ||
Ausgabebezeichnung: BASILEAE.||(APVD BARTHOLO/||MAEVM VVESTHEMERVM.AN.|| M.D.XLIII.||)
Impressum: Basel : Westheimer, Bartholomaeus, 1543
Kollation: 425, [1] S., [19] Bl. ; 8
Enth. Werke:
1. enth. Werk: Aurelius Victor, Sextus: De vita et moribus Romanorum imperatorum epitome
Schaffhausen, Stadtbibliothek
Wittenberg, Evangelisches Predigerseminar
Zwickau, Ratsschulbibliothek
[digitalisiert in Basel UB]

Normnummer: VD16 ZV 15051
Verfasser: Pompeius – PND 118595644
Weitere Pers.: Iustinus, Marcus Iunianus ¬[Bearb.]¬ – PND 11871435X ; Aurelius Victor, Sextus – PND 119072009 ; Sichard, Johann ¬[Bearb.]¬ – PND 118765116 ; Maior, Georg ¬[Bearb.]¬ – PND 116689781
Beiträger: Grynäus, Simon ¬[Beitr.]¬ – PND 11690240X
Einheitssacht.: Historiae Philippicae
Titel: IVSTINI || EX TROGI POM=||PEII HISTORIIS EXTERNIS LI-||bri XLIIII. diligentissime ex uario-||rum tam Graecorum quàm Latino-||rum exemplarium collatione ca||stigati, ac beneficio quorun-||dam à mendis, quibus || scatebant, re-||purgati.|| Praeterea D. Ioannis Sichardi castigationes, et || Georgij Maioris annotationes, accesserunt.|| ITEM.|| Ex Sexto Aurelio Victore De uita et moribus Ro=||manorum Imperatorum Epitome.|| Cum Indice copiosissimo tam rerum || quàm uerborum delectu.||
Ausgabebezeichnung: BASILEAE.||(APVD BARTHOLO-||MAEVM VVESTHEMERVM. AN.|| M. D. XLIII.||)
Impressum: Basel : Westerheimer, Bartholomaeus, 1543
Kollation: 425, [1] S., [19] Bl. : D. ; 8
Freiburg/Breisgau, Universitätsbibliothek
Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Schaffhausen, Stadtbibliothek
Zwickau, Ratsschulbibliothek

In den Titelaufnahmen bestehen die Unterschiede in dem Beiträger Grynäus und der Druckermarke in ZV 15051 (die eigenwillige Darstellung des Trennstrichs in ZV 15050 bei „LI/||bri“ und im Kolophon „BARTHOLO/||MAEVM“ sei hier nur nebenbei angemerkt).

Aber auch ZV 15050 hat, wie man am Basler Digitalisat sieht, am Ende die Druckermarke und auch den Beiträger Simon Grynäus (falls das Digitalisat nicht einfach der falschen Ausgabe zugeordnet sein sollte).

Schaffhausen (ZA 528) und Zwickau (4.5.24.(2)) haben jedenfalls dasselbe Exemplar 2x gemeldet.

Es ist trotzdem eigentlich eher unwahrscheinlich, dass die beiden VD16-Nummern direkt aufeinander folgen und dennoch nicht aufgefallen sein sollte, dass die beiden Ausgaben identisch sind. Dann müsste aber in jedem Fall in den Titelaufnahmen klargestellt werden, wo die Unterschiede liegen, sonst bleibt der Verdacht, dass hier ein Fehler vorliegt.

Immerhin gibt es dafür den bemerkenswerten Präzedenzfall ZV 16756 (Weimar: B 903) = ZV 16757 (Weimar: B 903)

 

2.)
ZV 15111 (Gotha) =? U 92 (in Halle digitalisiert)

Normnummer: VD16 ZV 15111
Verfasser: Ulrich, Abraham – PND 11952810X
Titel: ¬Der¬ Christliche || wandel/ vnd selige/ tr#[oe]stliche heim=||fart aus diesem Jammerthal/|| weilandt der || Durchleuchten/ Hochgebornen F#[ue]r=||stin vnd Frawen/ Frawen Agnesen/ F#[ue]rstin zu || Anhalt/ … || hochl#[oe]b=||licher … || ge=||dechtnis.|| Sampt etzlichen Predigten/ vnd dem || gantzen Actu … || bis zum Christlichen Begrebnis/|| oder Tricesimo,|| 1569.|| M. Abraham Vlrich Cranach || Pfarherr zu Zerbst.||
Ausgabebezeichnung: 1570.||[s.l.]
Impressum: s.l., 1570
Kollation: [72] Bl. : TH. ; 4
Gotha, Forschungsbibliothek

Normnummer: VD16 U 92
Verfasser: Ulrich, Abraham – PND 11952810X
Titel: ¬Der¬ Christliche || wandel/ vnd selige/ tr#[oe]stliche heim=||fart aus diesem Jammerthal/|| weilandt der || Durchleuchten/ Hochgebornen F#[ue]r=||stin vnd Frawen/ Frawen Agnesen/ F#[ue]rstin zu || Anhalt … || hochl#[oe]b=||licher … ge=||dechtnis.|| Sampt etzlichen Predigten/ vnd dem || gantzen Actu … || bis zum Christlichen Begrebnis/|| oder Tricesimo,|| 1569.|| M. Abraham Vlrich Cranach || Pfarherr zu Zerbst.||
Ausgabebezeichnung: 1570.||[Wittenberg: Lorenz Schwenck]
Impressum: Wittenberg : Schwenck, Lorenz, 1570
Kollation: [72] Bl. : TH. ; 4
Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz
Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Halle, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
Jena, Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

ZV 15111 soll vor „ge=||dächtnis“ angeblich einen Zeilenbruch haben, VD16 U 92 (digital) hat das nicht, muss also in Gotha überprüft werden. Wenn man sich das Titelblatt von U 92 in Halle ansieht, ist es allerdings schwer vorstellbar, wie das dann aussehen soll. Vermutlich ein Abschreibfehler.

 

3.
ZV 15118 =? ZV 9437

Normnummer: VD16 ZV 15118
Titel: Vngerischer vnd Sibenb#[ue]rgischer || Kriegsh#[ae]ndel || Außf#[ue]hrliche Beschreibung/ Was sich vom || Fr#[ue]ling Anno 1592. biß den Fr#[ue]ling dieses jetzt lauffenden 1596. Jars … || in ober als vnder Vngarn/ Siebenb#[ue]r-||gen/ Wallachey … || gedenckw#[ue]rdigs ver-||loffen vnnd zugetragen.|| … ||
Ausgabebezeichnung: Getruckt zu Franckfurt am Mayn/ bey Christian || Egenolphs Erben. 1596.||
Impressum: Frankfurt/Main : Egenolff, Christian d.Ä. (Erben), 1596
Kollation: [8] Bl., 326 S., [1] Bl. : RS, TH. ; 4
Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek

Normnummer: VD16 ZV 9437
Titel: Vngerischer vnd Sibenb#[ue]rgischer || Kriegsh#[ae]ndel || Außf#[ue]hrliche Beschreibung/ Was sich vom || Fr#[ue]ling Anno 1592 … || biß den Fr#[ue]ling dieses jetzlauffenden 1596. Jars … || in ober als vnder Vngarn/ Siebenb#[ue]r=||gen/ Wallachey/ Moldaw/ Poln … || zugetragen.|| … ||
Ausgabebezeichnung: Getruckt zu Franckfurt am Mayn/ bey Christian || Egenolphs Erben. 1596.||
Impressum: Frankfurt/Main : Egenolff, Christian d.Ä. (Erben), 1596
Kollation: [8] Bl., 326 S., [1] Bl. : RS, TH., H. ; 4
Weitere Informationen:
Variante zu U 145; Erkennungslesart: biß den Fr#euling dieses
Budapest, Fövárosi Szabó Ervin Könyvtár (Stadtbibliothek)

[in U 145 steht dagegen: „biß auff den Fr#[ue]ling“; verwirrend ist, dass dieser Hinweis in ZV 9437 auf den Unterschied in der Titelaufnahme sich selbst einen Tippfehler leistet: „Fr#euling“ anstatt „Fr#[ue]ling“]

Normnummer: VD16 U 145
Titel: Vngerischer vnd Sibenb#[ue]rgischer || Kriegsh#[ae]ndel || Außf#[ue]hrliche Beschreibung/ Was sich vom || Fr#[ue]ling Anno 1592 … || biß auff den Fr#[ue]ling dises jetzlauffenden 1596. Jars … || in ober als vnder Vngarn/ Siebenb#[ue]r=||gen/ Wallachey/ Moldaw/ Poln … || zugetragen.|| … ||
Ausgabebezeichnung: Getruckt zu Franckfurt am Mayn/ bey Christian || Egenolphs Erben. 1596.||
Impressum: Frankfurt/Main : Egenolff, Christian d.Ä. (Erben), 1596
Kollation: [8] Bl., 326 S., [1] Bl. : RS, TH., H. ; 4
Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek
Bayerische Staatsbibliothek München
Dresden, Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek
Halle, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
Wien, Österreichische Nationalbibliothek
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

ZV 15118 und ZV 9437 sind sehr wahrscheinlich ganz gleich, aber bei ZV 9437 (Budapest) ist einfach zu viel Titeltext weggekürzt worden (dem Vorbild der Titelaufnahme von U 145 folgend). Im Vergleich mit dem digitalisierten VD16 U 145 zeigt ZV 15118 keine Unterschiede, außer dem fehlenden Wort „auff“, das auch in ZV 9437 ausgelassen und in der Titelaufnahme als Erkennungslesart angegeben ist.

 

4.
ZV 15240 =? V 1670

Normnummer: VD16 ZV 15240
Verfasser: Vischer, Christoph – PND 116535210
Titel: ¬Ein¬ kurtze || Leichpredigt/|| bey dem Begrebnis des || weiland Edlen … Wer=||ners von Dagefords/ gehalten zu Watlingen/ den 26. Febru=||arij/ Anno #[et]c.|| 86.|| Von Christoffero Fischer dem Eltern/|| L#[ue]neburgischen GeneralSuperinten=||denten vnd Pastorn zu Zell.|| Sampt einer Vorrede/ Wie || man sich vber den seinen abge=||storbenen aus Gottes Wort || bestendiges Trostes || erholen solle.||
Ausgabebezeichnung: Vlssen.||(Anno 1586.||?)[Michael Kröner]
Impressum: Uelzen : Kröner, Michael, 1586
Kollation: [19] Bl. : TE. ; 4
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

Normnummer: VD16 V 1670
Verfasser: Vischer, Christoph – PND 116535210
Titel: ¬Ein¬ kurtze || Leichpredigt/|| bey dem Begrebnis des || weiland Edlen Ehrnvehsten Wer=||ners von Dagefords/ gehalten zu || Watlingen/ den 26. Febru=||arij/ Anno #[et]c.|| 86.|| Von Christoffero Fischer dem Eltern/|| L#[ue]neburgischen General Superinten=||denten vnd Pastorn zu Zell.|| Sampt einer Vorrede/ Wie || man sich vber den seinen abge=||storbenen aus Gottes Wort || bestendiges Trostes || erholen solle.||
Ausgabebezeichnung: Vlssen.||(1586.||?)[Michael Kröner]
Impressum: Uelzen : Kröner, Michael, 1586
Kollation: [19] Bl. : TE. ; 4
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

Drei Exemplare in Wolfenbüttel, ein Zeilenumbruch ist verschieden (vor „Watlingen“). In der Wolfenbütteler Leichenpredigt-online-Datenbank werden alle drei Exemplare als eine Ausgabe geführt: vgl. Nr. 12630

 

5.
ZV 15483 =? ZV 23869

Normnummer: VD16 ZV 15483
Verfasser: Weller, Hieronymus – PND 124168876
Titel: ¬Ein¬ Leichpre=||digt/ vber den Spruch in || der Offenbarung Johan=||nis am 14. Cap.|| Selig sind die Todten/ die in dem || Herrn sterben.|| Gestelt durch Hierony=||mum Weller/ der heiligen || Schrifft Doctor.|| Sampt etlichen vrsachen || warumb man sich teglich soll zum || J#[ue]ngsten tag schicken … ||(P. Vv. F.||)
Ausgabebezeichnung: Nürnberg.|| M.D.LXVII.||(Gedruckt … || durch Dieterich Gerlatz/ in || Johann von Berg selig || Druckerey.||)
Impressum: Nürnberg : Gerlach, Dietrich, 1567
Kollation: [35] Bl. ; 8
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

Normnummer: VD16 ZV 23869
Verfasser: Weller, Hieronymus – PND 124168876
Titel: ¬Ein¬ Leichpre=||digt/ vber den Spruch in || der Offenbarung Johan=||nis am 14. Cap.|| Selig sind die Todten/ die in dem || Herrn sterben.|| Gestelt durch Hierony=||mum Weller/ der heiligen || Schrifft Doctor.|| Sampt etlichen vrsachen || warumb man sich teglich soll zum || J#[ue]ngsten tag schicken/ vnnd || bereiten/ vnd worin solche be=||reitung stehe.||
Ausgabebezeichnung: N#[ue]rnberg.|| M.D.LXVII.||(Gedruckt … || durch Dieterich Gerlatz/ in || Johann von Berg selig || Druckerey.||)
Impressum: Nürnberg : Gerlach, Dietrich, 1567
Kollation: [35] Bl. ; 8
Halle, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt

Der einzige Unterschied scheint nach den Titelaufnahmen die nicht aufgelöste Abkürzung „P.Vv.F“ am Ende des Exemplars in Wolfenbüttel zu sein, aber auch das Digitalisat aus Halle weist diese Abkürzung auf.

 

6.
ZV 15496 =? W 2034

Normnummer: VD16 ZV 15496
Verfasser: Werner, Johannes – PND 117304050
Beiträger: Freitag, Arnold ¬[Beitr.]¬ – PND 129194166 ; I.C.S. ¬[Beitr.]¬ – PND 119718154 ; Camerarius, Joachim ¬[Beitr.]¬ – PND 119101459 ; Horst, Jakob ¬[Beitr.]¬ – PND 100210007 ; Maior, Johannes ¬[Beitr.]¬ – PND 119751046 ; Frenzel von Friedenthal, Salomon ¬[Beitr.]¬ – PND 100126030
Titel: THERAPEVTICA,|| hoc est,|| SANITATIS RE-||STITVENDAE RATIO || ARTIFICIOSA; LIBRIS DVOBVS || PROPOSITA, ET COMMEN-||tariis illustrata.|| A || JOANNE VVERNERO HANNO-||uerano, Phil. et Med. Doctore: Reuerendissi-||mi Capituli ac Reipub. Halbersta-||diensis Medico.|| … CVM INDICE LIBRORVM, CAPITVM || et rerum vberrimo.||
Ausgabebezeichnung: M D. XCVI.|| FRANCOFVRTI,|| Excudebat Ioannes Saurius, impensis || Petri Kopffij.||
Impressum: Frankfurt/Main : Saur, Johannes aus Wetter : Kopf, Peter, 1596
Kollation: [16] Bl., 475[=465], [1] S., [22] Bl. : H., T., D. ; 8
Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz
Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Halle, Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, Bibliothek
Hannover, Stadtbibliothek
Leipzig, Universitätsbibliothek
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

Normnummer: VD16 W 2034
Verfasser: Werner, Johannes – PND 117304050
Titel: THERAPEVTICA,|| hoc est,|| SANITATIS RE-||STITVENDAE RATIO || ARTIFICIOSA;|| LIBRIS DVOBVS || PROPOSITA, ET COMMEN-||tarijs illustrata.|| A || JOANNE VVERNERO, HANNO-||uerano, Phil. et Med.Doctore: Reuerendissi-||mi Capituli ac Reipub. Halbersta-||diensis Medico.|| … CVM INDICE LIBRORVM,|| et rerum vberrimo.||
Ausgabebezeichnung: MD. XCVI.|| FRANCOFVRTI,|| Excudebat Ioannes Saurius, impensis || Petri Kopffij.||
Impressum: Frankfurt/Main : Saur, Johannes aus Wetter : Kopf, Peter, 1596
Kollation: [16] Bl., 475[=465]S., [23]B. : H., T., D. ; 8
Bayerische Staatsbibliothek München (Sigel: 12)
Gotha, Forschungsbibliothek
Halle, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg – Hauptbibliothek (Sigel: 29)
Wien, Österreichische Nationalbibliothek (digitalisiert)

Einziger Unterschied: in W 2034 soll das Wort „Capitvm“ fehlen, im Digitalisat in Wien ist das Wort aber vorhanden.

 

7.
ZV 15497 =? ZV 4930
Auf diese mögliche Dublette hatte ich schon zuvor hingewiesen, aber erst jetzt habe ich verstanden, worum es sich bei den zusätzlichen 75 Blatt in ZV 4930 handelt.

Normnummer: VD16 ZV 15497
Verfasser: Verro, Sebastian – PND 128741872
Titel: Einfaltige Antwort || Auff die arg vnd listige || Fragstück der Jesuiter an die Luthrischẽ || Predigkanten/ dardurch das Jesuitisch schleichendt || Gifft … || entdeckt wirdt.|| Vnderscheiden in zwen Theil.|| Der erste/ beantwortet die Fragstück/ so newlich zu || Freiburg inn Ychtland/ vnterm namen Sebastian Werro Prie=||sters daselbst/ dem H. Euangelio vnd desselben Dienern/ zur schmach || … außgangen/ Gestellt durch etliche Diener des || Euangeliums Christi in Teutschen Landen.|| Der ander/ widerlegt die L#[ae]sterungẽ/ so Johan Haius der Jesui=||tische M#[ue]nch/ vnterm namen Herren Johannis Caluini se=||ligen/ den reformierten Kirchen zugemessen.|| Durch Herrn Jacob Pincton von Schambrun/ erst=||lich in Frantz#[oe]sischer Sprach beschriben/ jetzo aber || inn hoch Teutsch verdolmetschet.|| … (Ein Christliches Gebett der betrengten || Euangelischen Kirchen/ Welches sie in dem Schwe=||ren vbertrang/ den sie … || vom Antichrist zu Rom vnnd sei=||nem anhang erleidet/ zu Gott jhrem Vat=||ter … || thut.||)
Ausgabebezeichnung: ANNO M. D. LXXXVI.||[s.l.]
Impressum: s.l., 1586
Kollation: [4], 138 Bl. : RS, TE. ; 4
Universitätsbibliothek Eichstätt – Zentralbibliothek und Teilbibliotheken in Eichstätt (Sigel: 824)
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

Normnummer: VD16 ZV 4930
Weitere Pers.: Pineton, Jacques – PND 119788470
Einheitssacht.: Einfaltige Antwort auf die arglistigen Fragstück an die lutherischen Predikanten …
Titel: Einfaltige Antwort || Auff die arg vnd listige || Fragstück der Jesuiter an die Luthrischẽ || Predigkanten … || Vnderscheiden in zwen Theil.|| Der erste/ beantwortet die Fragstück/ so newlich zu || Freiburg inn Ychtland/ vnterm namen Sebastian Werro Prie=||sters daselbst … || außgangen … || Der ander/ widerlegt die L#[ae]sterungẽ/ so Johan Haius der Jesui=||tische M#[ue]nch/ vnterm namen Herren Johannis Caluini se=||ligen/ den reformierten Kirchen zugemessen.|| Durch Herrn Jacob Pincton von Schambrun/ erst=||lich in Frantz#[oe]sischer Sprach beschriben/ jetzo aber || inn hoch Teutsch verdolmetschet.|| … ||
Ausgabebezeichnung: ANNO M.D.LXXXVI.||[Straßburg: Bernhard Jobin]
Impressum: Straßburg : Jobin, Bernhard, 1586
Kollation: [4], 138, [1], 75 Bl. : RS, TE., H. ; 4
Enth. Werke:
1. enth. Werk: Pineton, Jacques: Von dem jesuitischen Geist und ihrem Gewissen die erste Beweisung auf weiteren Bescheid, darin der jesuitische Lästergeist … gründlich entdeckt wird [EST: L’esprit et conscience jesuitique]
Weitere Informationen:
Vgl. E 718
[2 Teile]
Bayerische Staatsbibliothek München (Sigel: 12)
Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz
Erfurt, Universitätsbibliothek, Depositum Erfurt (ehemals Stadt- und Regionalbibliothek)
Gotha, Forschungsbibliothek
Halle, Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

ZV 15497 (vorhanden in Wolfenbüttel 169 Theol.(2) [diese Signatur habe ich im Wf-Katalog nicht gefunden] und in Eichstätt) wird unter dem Autor „Verro“ geführt, weil die „Fragstücke“ von Werro darin abgedruckt sind, aber die Schrift ist gegen Werro und gegen Pineton gerichtet.

ZV 4930 (in München BSB digitalisiert, in Wolfenbüttel 169.5 Theol.(2)) wird dem Drucker Bernhard Jobin in Straßburg zugewiesen; der Druck hat zusätzlich 75 Bl. am Schluss. Das Digitalisat in München enthält nur diesen zweiten Teil. Das bedeutet, dass in ZV 15497 der 2. Teil, nämlich die Schrift gegen den Jesuiten Jacques Pineton, die im Titel angekündigt wird, fehlt. Dann wäre also das Exemplar in Eichstätt unvollständig, und das angebliche Exemplar von ZV 15497 in Wolfenbüttel existiert vermutlich gar nicht.

 

8.
ZV 15662 (Autor Zewes anstatt Textor) =? Z 397

In Köln: G.B.IV 3493, ebenso in Z 397

Normnummer: VD16 ZV 15662
Verfasser: Zewes, Wilhelm – PND 119877651
Titel: Preparamentum saluberrimũ || christiani homřis ad mortem se disponentis. #[et]c̃.|| Expositio Petri Blesensř Bathouiensř Archi||dyaconi Ad … regẽ Angloru#[m] Henri/|| cum super librum Job #[et]c̃.:|| Sermones Joh. Criso. de patiẽtia in Job.#[et]c̃.|| Tractatul#[us] Joh. Gerson. de scĩa mortis ř||Ali/||us De arte moriendi et laude bone mortis #[et]c̃.|| Sermones notabiles de morte #[et]c̃.|| Augustinus de disciplina christiana.|| De fine mundi #[et] de extremo iudicio #[et]c̃.||
Ausgabebezeichnung: (Jmpressum Colonie #[pro] me Hermannũ Boẽgart de ket||wich ciuẽ Colonieñ super antiquũ fo#[rum] in opposito sancti || Martini maioris. #[pro…] rie tzo den Wylden man. j.#[et].Z.|| [=1502])
Impressum: Köln : Bungart, Hermann, 1502
Kollation: [78] Bl. : TH., H. ; 4
Köln, Universitäts- und Stadtbibliothek: A.D.s 250 und G.B.IV 3493

Normnummer: VD16 Z 397
Verfasser: Guilelmus – PND 100944868
Titel: Preparamentum saluberrimũ || christiani homĩs ad mortem se disponentis. #[et]ʹc.|| Expositio Petri Blesen#[s] Bathouien#[s] Archi||dyaconi Ad … regẽ Angloru#[m] Henri/||cum.super librum Job #[et]ʹc:|| Sermones Joh. Criso. de patiẽtia in Job. #[et]ʹc.|| Tractatul#[us] Joh. Gerson. de scĩa mortis Ali/||us De arte moriendi et laude bone mortis #[et]ʹc.|| Sermones notabiles de morte #[et]ʹc.|| Augustinus de disciplina christiana.|| De fine mundi #[et] de extremo iudicio #[et]ʹc.||
Ausgabebezeichnung: (Jmpressum Colonie #[pro] me Hermannũ Boẽgart de ket||wich ciuẽ Colonieñ super antiquũ fo#[rum] in opposito sancti || Martini maioris. #[pro]prie tzo den Wylden man. j.#[et].2.||)[= 1502]
Impressum: Köln : Bungart, Hermann, 1502
Kollation: [68] Bl. : TH., D. ; 4
Schlagwort: Ars moriendi
Weitere Informationen:
Verfasser nicht auf der Haupttitelseite genannt.
Bogenkollation: A-B4 C6 D6 E-F4 G-H6 I-K4 L-P4
Bayerische Staatsbibliothek München (Sigel: 12)
Düsseldorf, Universitäts- und Landesbibliothek
Köln, Universitäts- und Stadtbibliothek: G.B.IV 3493

In Köln gibt es 3 verschiedene Ausgaben des Titels (auch VD16 Z 398) in 4 Exemplaren. (Das Düsseldorfer Exemplar (digital) ist übrigens falsch zugeordnet, es gehört zu VD16 Z 398)

 

9.
ZV 15664 (Berlin: 4Ul 7478, digitalisiert) = Z 449 (Berlin: Bibl. Diez fol 207, in Wien ÖNB digitalisiert)
In den Titelaufnahmen kein Unterschied zu erkennen.

Der Fehler liegt ist wohl in einem falschen Fingerprint im Berliner Stabikat („i-ca 30t. NATI inru 3 1554R //“) begründet, das Datum ist dort für VD16 ZV 15664 fälschlich „1554“ anstatt „1536“, vermutlich deshalb wurde das Berliner Exemplar 4° Ul 7478 für eine eigene Ausgabe gehalten.

 

10.
ZV 15754 (444 Bl., Berlin: Bu 9360R) Das newe Testament, Wittenberg: Lufft 1533 =? B 4409 (440 Bl., mit Kolophon, in Dresden und Aschaffenburg)

Anhand der Lutherbibliographie wohl geklärt:

ZV 15754: Benzing/Claus 1533.2 = WA DB 2.525*40 = WA60.380.*40, TE: drei Kreuze
B 4409: Benzing/Claus 1533.1 = WA DB 2.524*39 = WA60.380*39, TE: Medaillon

Das müsste dann aber im VD16 auch angegeben werden.

 

11.
ZV 15823 = C 1320,
soll beides zukünftig digitalisiert werden, Titelaufnahmen sind jedenfalls völlig gleich

Normnummer: VD16 C 1320
Verfasser: Caselius, Johannes – PND 116118547
Titel: LAVDATIO NO-||BILIS MATRONAE || ELISABETHAE AB || HEILIGEN.|| Scripta à || IOANNE CASELIO.||
Ausgabebezeichnung: ROSTOCHII || Typis Stephani Myliandri.|| ANNO || M D XXCIV.||
Impressum: Rostock : Möllemann, Stephan, 1584
Kollation: [8] Bl. : TH. ; 4
Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz
Gotha, Forschungsbibliothek
Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek

Normnummer: VD16 ZV 15823
Verfasser: Caselius, Johannes – PND 116118547
Titel: LAVDATIO NO-||BILIS MATRONAE || ELISABETHAE AB || HEILIGEN.|| Scripta à || IOANNE CASELIO.||
Ausgabebezeichnung: ROSTOCHII || Typis Stephani Myliandri.|| ANNO || M.D.XXCIV.||
Impressum: Rostock : Möllemann, Stephan, 1584
Kollation: [8] Bl. : TH. ; 4
Digitalisierung: Digitalisierung der mecklenburgischen Drucke des 16. Jahrhunderts der UB Rostock 2013-2014 (2016)
Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek
Rostock, Universitätsbibliothek

Doppelmeldungen im VD16 von ZV 15001 bis ZV 16000

Im Februar letzten Jahres habe ich eine Auflistung der im VD16 doppelt verzeichneten Drucke im Signaturenbereich von ZV 14.000 bis 15.000 vorgestellt, in der eine Doppelmeldungsrate von 6,2 % festgestellt wurde. Diese Fälle wurden ans VD16 gemeldet, sind aber bis heute nicht korrigiert worden. Im Bereich der 1000 Titel von ZV 15.000 bis ZV 16.000 liegt die Rate aber noch sehr viel höher, wie ich jetzt herausgefunden habe.

In 86 Fällen sind die Doppeleintragungen vom VD16 bemerkt und mit den Hinweis „entfällt, identisch mit …“ gekennzeichnet worden.
ZV 15012; ZV 15016; ZV 15023; ZV 15031; ZV 15044; ZV 15067; ZV 15148; ZV 15189; ZV 15200; ZV 15205; ZV 15209; ZV 15212; ZV 15216; ZV 15238; ZV 15257; ZV 15267; ZV 15271; ZV 15280; ZV 15284; ZV 15291; ZV 15299; ZV 15331; ZV 15333; ZV 15334 kein Datensatz vorhanden; ZV 15364; ZV 15397; ZV 15406; ZV 15417; ZV 15420; ZV 15422; ZV 15436; ZV 15473; ZV 15474; ZV 15511; ZV 15521; ZV 15531; ZV 15533; ZV 15535; ZV 15541; ZV 15544; ZV 15546; ZV 15547; ZV 15548; ZV 15550; ZV 15552; ZV 15563; ZV 15572; ZV 15573 ; ZV 15584; ZV 15587; ZV 15588; ZV 15601; ZV 15606; ZV 15610; ZV 15617; ZV 15622; ZV 15626; ZV 15643; ZV 15650; ZV 15654; ZV 15663; ZV 15667; ZV 15669; ZV 15670; ZV 15671; ZV 15684; ZV 15688; ZV 15689; ZV 15692; ZV 15695; ZV 15704; ZV 15709 ; ZV 15710; ZV 15711; ZV 15714; ZV 15715; ZV 15716; ZV 15717; ZV 15719; ZV 15720; ZV 15722; ZV 15734; ZV 15856; ZV 15912; ZV 15913; ZV 15992

In weiteren ca. 60 Fällen scheint ziemlich eindeutig eine Doppeleintragung vorzuliegen, da zweimal dasselbe Exemplar oder derselbe bibliographische Nachweis verzeichnet worden ist. In gleicher Weise kann man, wenn die Titelaufnahmen völlig identisch sind, ohne dass in einem der beiden Datensätze weitere Hinweise vom VD16 gegeben werden, ziemlich sicher sein, dass es sich um eine Doppelmeldung handelt.

ZV 15119 = ZV 11955, beide Benz Lupus 30
ZV 15144, (ohne jeden Standort oder Nachweis) = V 197
ZV 15215 = V 1183, in Gotha beide mit der Signatur Mon.typ. 1517 2 27; in Lüneburg beide: Inc 2 992
ZV 15218 = V 1196, in Lüneburg beide Th 285(5)
ZV 15226 = V 1576, in Göttingen beide 8 Auct.lat.II,9031
ZV 15232 = V 1371, in Lüneburg beide Spr 489(2)
ZV 15239 = V 1640, in Berlin beide: 2 in: Db 7230a
ZV 15241 = V 1715, beide in Wf 202.42 Quod.(13)
ZV 15242 = V 1714, beide Wf 202.42 Quod.(4)
ZV 15250 = ZV 26975
ZV 15260 = V 1805, in Lüneburg beide Ph 191
ZV 15275 = V 2212, in Göttingen beide 8 H.pruss. 1102
ZV 15340 = V 2814 (ganz gleich)
ZV 15351 (nur 1. Teil) = W 130
ZV 15356 = ZV 22227
ZV 15361 = W 351, beide Göttingen 42 an: 4 H.turc. 712
ZV 15371 = W 633, beide in Köln A.D.bl 623
ZV 15379 = W 545, beide in Göttingen: 15 an: 4 H TURC 712
ZV 15388 = W 588, beide in Wf Gk 2145(2)
ZV 15396 = W 728, in Köln beide: G 10/2091
ZV 15412 = S 3654, beide nach Heitz Berger Nr. 54
ZV 15444 = ZV 24630, (Autorname verschieden)
ZV 15449 = W 1519, (Titel fehlerhaft abgeschrieben) beide in Berlin 1 in: Xc 520 R
ZV 15460, (in Berlin) = ZV 15461, (Heitz Berg. 17)
ZV 15500, (Wolfenbüttel) = ZV 24679, (Weimar HAAB)
ZV 15510, ohne Standort und ohne Nachweis
ZV 15532 = ZV 24391
ZV 15549 = W 3250, beide in Göttingen 8 Auct.lat. II,9143
ZV 15557 = W 3554, beide in Berlin 19 in: Xc 558 R
ZV 15600 = W 4221, beide in Braunschweig M43(2).2
ZV 15604 = ZV 17201, beide in Wf A: 32.38 Pol. (49)
ZV 15611 = ZV 20413
ZV 15619 = W 4503, beide in Lüneburg: Sta 2 22(5)
ZV 15632 = W 4682, beide in Göttingen: 7 an: 8 P LAT REC II,1558
ZV 15638 = Z 27, beide in Braunschweig M369(3).12
ZV 15651 = Z 239, beide in Braunschweig M438(6).8
ZV 15652 = Z 306, beide in Göttingen 5 an: 8 H.germ.VI,2406
ZV 15653 = Z 290, beide in Göttingen 8 an: 4 h. turc 712
ZV 15668 = Z 512, beide in Göttingen 2 an: 8 H THUR II, 5156
ZV 15672 = Z 511, beide Gotha Th 2720/1(2)
ZV 15673 = Z 516, beide Gotha Th 2720/1(8)
ZV 15693 = Z 697, beide in Berlin Ye 721
ZV 15726 = ZV 1046, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15727 = ZV 1047, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15728 = ZV 1048, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15729 = ZV 1049, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15730 = ZV 1050, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15731 = ZV 1051, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15732 = ZV 1052, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15733 = ZV 1053, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15735 = ZV 1055, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15736 = ZV 1057, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15737 = ZV 1058, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15738 = ZV 1059, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15739 = ZV 1060, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15740 = ZV 1061, beide in Lüneburg Diss. 75(2)
ZV 15742, (22 Bl.) = B 601, (23 Bl.)
ZV 15807 = ZV 2639, beide in Augsburg SuStB: Math 113/15 und in Leipzig Syst.Th. 2531/5
ZV 15882 (Lüneburg) = F 1107
ZV 15949 = ZV 7925, beide in Dresden Biogr.erud.B 544 m,misc. 33

Das sind zusammen schon 146 Fälle, also 14,6 %.

Dazu kommen noch weitere Verdachtsfälle, bei denen aber genauere Nachforschungen notwendig sind, um sicher zu sein. Diese will ich in einer späteren Fortsetzung dieses Beitrags anzeigen.

Schon an diesem Punkt möchte ich aber darauf hinweisen, dass man mit ziemlicher Bestimmtheit die hier vorliegenden extremen Fehlerzahlen nicht für den ganzen ZV-Bereich des VD16 „hochrechnen“ kann.

Es hat hier vermutlich eine besondere Situation gegeben, die Fehler begünstigt hat. Man erkennt an der Aufstellung auf der rechten Seite, dass das VD16 auch bei den ZV-Signaturen anfangs alphabetisch vorgegangen ist, denn die duplizierten Datensätze gehen im Alphabet im Großen und Ganzen von V bis Z, auf der linken Seite also bis ZV 15693. (Danach folgt der Abschnitt, in dem offenbar ein ganzes Konvolut mit Dissertationen aus der Lüneburger Ratsbibliothek ohne eigene Signaturen ein zweites Mal mit VD16-Nummern versehen wurde.) Die Bearbeiter benutzten sicherlich das ursprüngliche Supplement-Alphabet, das schon während der Herausgabe der gedruckten Bände für Nachträge und Korrekturen angelegt worden war.

Hier hat es dann offenbar während der Herausgabe der letzten beiden Bände des VD16 besonders viele Fehler in bestimmten Bibliotheken gegeben, in denen die schon bearbeiteten Drucke wohl nicht (oder jedenfalls lückenhaft) im Bibliothekskatalog gekennzeichnet worden sind.

Fortsetzung folgt

Zum Stand des VD16 (jeweils im Dezember 2009, 2010, 2011 und 2012)

Meine alten Jahreskommentare zum VD16 sind auf der neuen Version von mediaevum nicht mehr im Archiv aufzufinden. Deshalb werden sie hier noch einmal dokumentiert.

 

13.12.2009:

[…]Die ZV-Nummern sind jetzt bei 26825 angekommen, d. h. also ca. 460 neue Titel im Jahr 2009, davon über 100 aus Zwickau, ca. 90 aus Berlin und ca. 60 aus der BSB München.
Die wichtigste Neuigkeit ist wohl, dass die Datenbank des VD16 jetzt um die Daten des VD17 erweitert worden ist. […]
Eine andere Neuigkeit ist, dass jetzt auch Drucke aus Städten aufgenommen werden, die nicht zum deutschen Sprachbereich gerechnet werden, wie Krakau oder Prag. Ich weiß allerdings nicht, wie „neu“ diese Veränderung ist, ich hab das erst vor ein paar Monaten entdeckt. Diese Titel haben „XL“-Nummern, bisher gibt es aber erst 12 davon.
[…]
Mein Plan für ein Wiki zu den Drucken des 16. Jahrhunderts ist in Arbeit, ich hoffe, dass das Projekt im Laufe des nächsten Jahres realisiert werden kann.

 

20.12.2010:

[…]
Gut ist auch die Nachricht, dass in diesem Jahr sehr viel mehr neue Titel hinzugekommen sind als in den letzten Jahren, nämlich ca. 650 (jetzt bei ZV 27516) Der wichtigste Zuträger bleibt weiterhin die Ratsschulbibliothek in Zwickau, die mittlerweile offenbar beim Buchstaben „S“ angekommen ist, mit ca. 130 Neumeldungen (wie viel im Ganzen von dort gemeldet wurde, lässt sich nicht feststellen, weil sie schon lange über 5000 Titeln liegen).

Bei den meldenden Bibliotheken gibt einige ’new entries‘, wobei an erster Stelle das Historische Museum in Berlin genannt werden kann, das in nur wenigen Monaten über 750 Titel eingegeben hat, davon sind etwa 40 neu. Noch mehr Meldungen stammen vom Predigerseminar Wittenberg, das in wenigen Monaten über 2000 Titel eingegeben hat, davon allerdings nur einen neuen. Ganz offenbar plant man dort, den gesamten Bestand ins VD16 einzugeben. Das haben anscheinend auch andere Bibliotheken vor, denn nur wenige von ihren Meldungen haben eine neue Nummer (Bibliotheken, die erst im letzten Jahr zu den meldenden Bibliotheken hinzugekommen sind: Halle, Leopoldina: 134 Meldungen; Wien-Bibliothek: 126; Koblenz LB: 73).

2009 gab es eine Tagung des VD17, sozusagen zur Feier des Projekt-Abschlusses. Einige Vorträge finden sich auf der Hauptseite des VD17, aus denen auch Informationen zum 16. Jahrhundert hervorgehen. So erfährt man, dass die Gesamtzahl der Drucke des 16. Jahrhunderts in der Nationalbibliothek Budapest 15.000 beträgt, davon etwa 11.000 aus dem deutschen Sprachgebiet. Von diesen sind 929 Druckausgaben noch nicht ans VD16 gemeldet worden. (In der Tat stammen viele der Neumeldungen der letzten Monate aus der NB Budapest). Für alle Bibliotheken Ungarns wird mit 70.000 Drucken des 16. Jahrhunderts gerechnet, davon 50.000 bis 55.000 aus dem deutschen Sprachgebiet. Im Fabian-Handbuch sind aber nur sechs ungarische Bibliotheken mit mehr als 1000 Cinquecentine verzeichnet […]

 

24.12.2011

Das VD16 ist am Ende des Jahres 2011 bei ZV 28290 angekommen, es sind in diesem Jahr also ca. 770 neue Titel hinzugekommen, etwa 80 mehr als 2010 und 310 mehr als 2009.
Im Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts ist jetzt – neben den Schweizer und den im Fabian-Handbuch vertretenen europäischen Bibliotheken – auch eine Liste von italienischen Bibliotheken, die mehr als 1000 Drucke des 16. Jahrhunderts besitzen, einzusehen. Leider beteiligen sich die italienischen Bibliotheken gar nicht am VD16. Anders als in Deutschland geben dort aber viele große Bibliotheken auf ihren homepages nicht nur die Zahl der vorhandenen Inkunabeln, sondern auch die der Cinquecentine an, was die Zusammenstellung der Liste erleichtert hat.
Es wäre sicher sehr interessant, wenn man so etwas auch für die USA erstellen könnte. Das VD16 verzeichnet nur 6 amerikanische Bibliotheken, und davon haben vier nur 1 oder 2 Meldungen, aber im einleitenden Verzeichnis von “French Vernacular Books” gibt es etwa 250 amerikanische Bibliotheken mit Beständen des 16. Jahrhunderts, leider ohne Zahlenangaben.
[…]
Neuigkeiten:
Seit ein paar Wochen gibt es jetzt den “Universal Short Title Catalogue” (an der schottischen St. Andrews-Universität). Die Einträge des VD16 werden dort in verkürzter Form übernommen, aber mit einem direkten Link zu den VD16-Datensätzen. Interessant ist der USTC vor allem, wenn man an den Drucken des 16. Jahrhunderts anderer Länder interessiert ist, aber über das VD16 hinaus bietet er auch Katalog-Einträge der UB Wroclaw und der BNU Straßburg von Ausgaben aus dem deutschen Sprachbereich, allerdings ohne Abgleich mit dem VD16, so dass viele Titel doppelt aufgenommen werden.
Der Index Aureliensis macht unterdessen unverdrossen weiter. Der 2011 herausgekommene Band (“Esd – Ez”) gibt zum ersten Mal auch VD16-Nummern an.

 

23.12.2012

Im jetzt endenden Jahr 2012 ist die Zahl der Einträge im VD16 auf 29048 gestiegen, d.h. es sind 845 Titel hinzugekommen, noch mehr als im vorherigen Jahr. Neue beitragende Bibliotheken sind die Bibliothek des Plantin-Moretus Museums in Antwerpen (vd277), das Stadtarchiv Augsburg (vd278) und die Staatliche Wissenschaftliche Bibliothek von Banskà Bystrica in der Slowakei (vd279).
Die Titel mit XL-Signaturen (deutsche Drucke aus Offizinen außerhalb des deutschen Sprachbereichs, wie etwa aus Prag oder Metz ) bleiben weiterhin bei ca. 130, stellen also noch keine bedeutende Größe dar.

Für den größten Zuwachs sorgte in diesem Jahr die Stadt- und Regionalbibliothek Erfurt (ehemals Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek) mit über 1000 Meldungen, davon sind ca. 70 neue Titel. Den nächstgrößeren Zuwachs hat die Staatsbibliothek Berlin mit etwa 950 Titeln, davon über 240 Neumeldungen. 510 zusätzliche Meldungen sind im Jahr 2012 für die Stadtbibliothek Nürnberg verzeichnet, weitere 9 Bibliotheken haben mehr als 100 Titel eingetragen.

Das VD16 hat jetzt auf der Eingangsseite auch einen Link zu einer Liste aller beteiligten Bibliotheken eingestellt:
http://www.bsb-muenchen.de

Durch diese Liste werden jetzt auch einige Leerstellen in der Reihe der Bibliothekssiglen geklärt, also Bibliotheken, die zwar eine Sigle zugeteilt bekommen haben, aber noch keinen Titel gemeldet haben.
Zusammen mit den nicht mehr existierenden Bibliotheken gibt es im VD16 12 Standorte ohne Meldungen, dazu 57 Bibliotheken mit nur einer einzigen Meldung, mit nur zwei Meldungen 27 und mit nur drei 13. Von den über 300 Bibliotheken der Liste kann man also mehr als 100 nicht wirklich als „Beiträger“ ansehen. 35 Bibliotheken haben dagegen über 1000 Meldungen.

Zum Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts

Das Wiki enthält bisher ca. 70 Artikel. Die im Wiki enthaltene Liste der Drucke, die noch nicht vom VD16 verzeichnet sind, umfasst ca. 950 Titel. In der Abteilung „Konkordanzen“ sind die zu „Brüggemann/Brunken, Handbuch zur Kinder- und Jugendliteratur“ und zum „Marburger Repertorium zur Übersetzungsliteratur im deutschen Frühhumanismus“ hinzugekommen.

Die Liste der deutschen Bibliotheken mit mehr als 100 Drucken des 16. Jahrhunderts habe ich auch als Artikel in Wikipedia übertragen.

Parallel zum Wiki der Drucke des 16. Jahrhunderts werde ich jetzt auch einen Blog betreiben. Meine jährlichen Kommentare zum Fortgang des VD16 sollen dann in Zukunft in diesem Blog erscheinen.